In einem von zahlreichen Ausfällen geprägten Slalom in Beaver Creek (USA) setzte sich am Ende Giorgio Rocca durch. Der Italiener benötigte für die beiden Durchgänge eine Gesamtzeit von 01:51.72 Minuten und verwies den Franzosen Stephane Tissot auf den zweiten Rang, der im Gesamtklassement einen Rückstand von 0,88 Sekunden hatte. Nur zwei Hundertstel dahinter kam Ted Ligety (USA) auf den dritten Platz. Felix Neureuther (SC Partenkirchen) kam als bester Deutscher auf den elften Rang.

Rocca flüssig zum Sieg
Mit zwei sehr guten Durchgängen fuhr Giorgio Rocca zu seinem siebten Weltcup-Sieg. Nach dem ersten Durchgang war der Italiener noch auf dem zweiten Rang, zeigte aber im Finale eine konstante Leistung und fuhr souverän den Sieg heraus. Der Führende nach dem ersten Durchgang, Benjamin Raich (AUT), schied im Finale aus und damit konnte Rocca jubeln.

Sensation durch Stephane Tissot
Die Gunst der Stunde nutzte der Franzose Stephane Tissot, der nach dem ersten Durchgang noch auf dem 19. Rang war und sich mit einem fabelhaften Lauf weit nach vorne katapultierte. Mit klarer Laufbestzeit im Finale setzte er sich zunächst an die Spitze und keiner konnte ihn ablösen. Erst der spätere Sieger Rocca war in der Lage, die Gesamtzeit zu knacken.

Außenseiter nutzen Chance
Durch die vielen Ausfälle konnten am Sonntag viele Fahrer in die Top 10 fahren, die sonst nicht so weit vorne zu finden sind. So war auch der dritte Rang von Ted Ligety eine Überraschung. Damit war er auch bester US-Amerikaner. Dahinter konnten Kjetil Jansrud, Lars Myhre sowie Akira Sasaki jeweils glänzende Slalom-Ergebnisse herausfahren.

Svindal wieder Gesamt-Weltcupsieger
In Abwesenheit von Daron Rahlves, der nicht im Slalom antrat, konnte sich Aksel Lund Svindal aus Norwegen wieder die Führung im Gesamt-Weltcup zurückholen. Mit einem guten neunten Rang im Slalom eroberte er mit nunmehr 295 Zählern die Spitzenposition zurück. Damit geht er als Führender der Wertung in die Rennen in Europa.

Neureuther stark im Finale
Fuhr Felix Neureuther im ersten Durchgang noch nicht wie gewohnt aggressiv, setzte er im Finale zu einer Aufholjagd an. Gerade noch so als 28. für den zweiten Durchgang qualifiziert, nutzte er die niedrige Startnummer im Finale und legte einen glänzenden Lauf hin. Damit katapultierte er sich noch auf den elften Rang. Er erzielte so ganz nebenbei auch noch die zweitbeste Laufzeit im Finale und hat durch das Ergebnis die halbe Olympia-Norm bereits erfüllt. Darauf kann er aufbauen.

Vogl scheidet aus
Aufgrund seiner überragenden Saison 2004/2005 ist Alois Vogl (SC Zwiesel) in der ersten Startgruppe und in Beaver Creek ging er im ersten Durchgang mit der Startnummer fünf ins Rennen. Nach einem guten Beginn kam Vogl allerdings in Rückenlage, stürzte und schied aus. Der dritte deutsche Starter, Stefan Kogler (SC Schliersee), verpasste als 35. nur knapp das Finale der besten 30.

Viele Ausfälle
Besonders im ersten Durchgang war das Rennen durch zahlreiche Ausfälle gekennzeichnet. Von den Favoriten erwischte es neben Vogl unter anderem Manfred Pranger, Rainer Schönfelder, Bode Miller sowie Markus Larsson. Auch im Finale schieden noch etliche Fahrer aus. Dabei erwischte es auch Johan Brolenius und Kalle Palander, die beide nach dem ersten Durchgang noch unter den besten fünf waren.