Daron Rahlves und Bode Miller sorgten für einen amerikanischen Doppelsieg bei der Abfahrt der Männer in Beaver Creek (USA). In einem erneut unter schwierigen Bedingungen ausgetragenen Rennen kam Johann Grugger (AUT) auf Platz drei.

Wetterchaos in Colorado
Nach dem Super-G stand auch die Abfahrt der Herren unter keinem guten Stern. Nachdem die erwarteten Schneefälle ausgeblieben waren, hatten sich die Athleten mit dichten Nebelbänken und teilweise auch wieder eineigen Windböen zu beschäftigen. Zum Start wurde der Wettbewerb mehrfach unterbrochen, die ersten zwölf Fahrer brauchten mit den vielen Pausen fast eine Stunde, um ins Ziel zu gelangen. Dennoch war die Sicherheit der Rennläufer nicht in ähnlichem Maße gefährdet wie am Tag zuvor. Die besten Fahrer hatten auch ähnliche Bedingungen, somit werden Proteste wie nach dem Super-G diesmal wohl ausbleiben.

Daron Rahlves geht am meisten Risiko
Vor dem Rennen hatte Daron Rahlves noch seine Fokussierung auf die Abfahrt betont, wo er im Februar gerne Olympiasieger werden möchte. Seine Ambitionen konnte er beim Heimrennen bestens untermauern: In einer Zeit von 1:13.37 Minuten gewann er vor Landsmann Bode Miller (1:13.64 Min.) und Grugger (1:13.71 Min.). Alle drei nutzten die verbesserten Sichtbedingungen in ihrer Rennphase, doch Rahlves fuhr die konsequenteste Linie und wurde für sein Risiko belohnt. Für Miller ist der zweite Platz endlich der ersehnte sportliche Erfolg nach den vielen Querelen um seine Person. Entsprechend erleichtert blickte er im Ziel auf die Anzeigetafel.

Kernen und Guay stark
Bruno Kernen auf Rang fünf und Didier Cuche als Neunter haben ein für die Schweizer doch ordentliches Abfahrtsergebnis herausgeholt. Der Kanadier Erik Guay untermauerte seinen gestrigen zweiten Platz durch Rang sechs in der Abfahrt. Dagegen konnte Hannes Reichelt (AUT) seinem Überraschungssieg im Super-G kein weiteres Highlight folgen lassen - er schied aus. Deutsche Starter waren in der Abfahrt nicht dabei.

Enge Weltcup-Wertung
Nach den Speed-Rennen in Kanada und den USA stehen sechs Fahrer mit nur etwa 40 Punkten Abstand an der Spitze des Gesamt-Weltcups. Immer noch in Führung liegt Aksel Lund Svindal aus Norwegen, der mit der ungünstigen Startnummer zwölf heute nur 24. wurde. Hinter ihm rangiert der heutige Vierte Fritz Strobl (AUT) , Daron Rahlves verbesserte sich auf den dritten Rang insgesamt. Doch spätestens beim kommenden Riesenslalom werden Hermann Maier (AUT), Kjetil Andre Aamodt (NOR) und Bode Miller hier sicher zu kontern wissen.