Seit 1997 stoppen die Skidamen alle zwei Jahre in der Dolomitenstadt Lienz in Osttirol. Wie 2003 finden am Lienzer Hochstein zwischen Weihnachten und Neujahr ein Riesenslalom und ein Slalom statt.

Erster Schnee in Lienz
Mit dem ersten Schnee, der in diesen Tagen in ganz Österreich mehr oder weniger weiße Winterlandschaften gezaubert hat, erwacht auch wieder das Interesse für den alpinen Skisport.

Neue Beschneiungsanlage für Weltcupstrecke
Ganz so gemächlich geht man in Lienz in Osttirol aber nicht in die Wintersaison. Das Weltcup-OK kann nach der Durchführung von diversen FIS-Rennen und der Snowboard-WM 1996 nun doch schon auf einige Erfahrung zurückgreifen. Dennoch wird es bei den diesjährigen Rennen am 28. und am 29. Dezember einige technische Neuerungen geben. "Unsere Sonnenstadt ist durch ihre topographische Lage südlich des Alpenhauptkammes bezüglich der natürlichen Schneefälle von Norden her schon immer etwas benachteiligt gewesen," so der Leiter der Lienzer Bergbahnen Werner Stiebelehner. "Darum haben wir mit Sommerbeginn eine neue Beschneiungsanlage mit Ringleitung und zusätzlichem Speichersee im Bereich der Weltcupstrecke in Angriff genommen. In den nächsten Tagen werden die letzten technischen Feinarbeiten abgeschlossen sein und dann steht einer Beschneiung der Dr. Kurt Flick-Gedenkstrecke nichts mehr im Wege." Mit den zwölf Schneekanonen können, sofern es die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit zulassen, aus dem 43.500 Kubikkilometer Wasserreservoir 200 Liter pro Sekunde in kompakten Schnee gewandelt werden.

Kanonen für Rennen bereits in Betrieb
Der Rennleiter und Obmann des Skiclub Lienz schätzt die gute Zusammenarbeit mit den Bergbahnen und verweist auf das Weltcupjahr 2003, in dem Anfang Dezember innerhalb von sechs bis zehn Tagen auf der 1450 m langen Rennstrecke eine ca. 30-40 cm dicke durchgehend kompakte Schneeauflage geschaffen werden konnte. Siegfried Vergeiner sieht daher noch kein Problem, in den kommenden viere Wochen bis zur offiziellen Deadline der FIS die Piste rennfertig zu machen, da die ersten Kanonen bereits in Betrieb gegangen sind. "Selektiv ist die Weltcupstrecke am Lienzer Hochstein durch ihr kupiertes Gelände allemal und wird von den Alpinen Skidamen gewiss wieder so Einiges abverlangen", so der neue FIS-Renndirektor Atle Skardal, der bereits im Sommer eine Begehung vorgenommen hat.

Verbreiterung der Strecke für das TV
Neu ist auch eine geringe Verbreiterung der Piste im oberen Teil, die nicht nur der Streckenführung, sondern auch der medialen Attraktivität zugute kommt. Somit wird der ORF neben weiteren 18 TV-Stationen auf der Dr. Kurt Schlick-Gedenkstrecke mit 15 Kameras und sechs Positionstürmen den Event live noch direkter übertragen können als bisher.

10.000 Zuschauer werden erwartet
"Wenngleich die beiden Bewerbe, Riesenslalom (28. Dezember 2005) und Slalom (29. Dezember), dieses Jahr an zwei Wochentagen ausgetragen werden, so setzt Lienz wieder mit einem attraktiven Rahmenprogramm interessante musikalische und kulturelle Highlights, die bestimmt wieder an die 10.000 Zuschauer in die Dolomitenstadt bringen werden", so der OK-Chef Werner Frömel.