Der Österreicher Hannes Reichelt hatte einen beeindruckenden Karriereeinstand im Jahr 2002. Nach einigen Verletzungen konnte er 2005 sein erstes Weltcup-Rennen gewinnen.

Weltcup-Einstand auf dem Treppchen
Mit Hannes Reichelt ging in seiner ersten Weltcup-Saison 2002/2003 ein neuer Stern am österreichische Ski-Himmel auf. Bereits sein zweites Weltcup-Rennen führte ihn beim Super-G auf Platz zwei. Im Dezember 2002 war das, vier Tage vor Weihnachten, sicherlich das schönste Geschenk für den Newcomer. Und Reichelt legte nach: In seiner Spezialdisziplin kam er bei den Klassikern in Kitzbühel und Garmisch unter die Top 15 und bewies spätestens im norwegischen Lillehammer mit einem weiteren dritten Platz, dass sein Sieg keine Eintagsfliege war. Insgesamt durfte er sich über den fünften Platz in der Super-G Weltcupwertung dieses Jahres freuen.

Siege im Europacup
Auch im Europacup lief es gut für Reichelt, fünf Siege und vier weitere Fahrten aufs ‚Stockerl’ brachten den zweiten Rang in der Gesamtwertung und der Super-G Konkurrenz ein, die Riesenslalom-Einzelwertung konnte er sogar für sich entscheiden. Nach dem Einstand nach Maß folgte dann eine Zeit der Rückschläge. Verletzungen warfen Reichelt in Winter 2003/2004 zurück. Im nächsten Jahr kämpfte er sich über den Europacup wieder an die Weltspitze heran. In der Saison 2004/2005 gab es dann auch wieder Erfolge zu feiern.

Rückkehr auf die Weltcup-Bühne
Sechs Siege und acht zusätzliche Podestplätze in den Disziplinen Riesenslalom, Super-G und Abfahrt reichten für den Sieg in der Gesamtwertung des Europacups 2004/2005. Weiterhin kam er in den Super-G Rennen in Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen erneut unter die Top 15. Der Sprung zurück an die internationale Elite war geschafft.

Glänzender Start in Saison 2005/2006
Absoluter Höhepunkt in der Karriere von Hannes Reichelt war bislang der erste Weltcup-Sieg. Im Alter von 25 Jahren setzte er sich bei einem stürmischen Super-G in Beaver Creek (USA) gegen die Konkurrenz durch und feierte damit einen äußerst gelungenen Winterauftakt, nachdem er bereits bei der Premiere in Sölden als 15. und beim Super-G in Lake Louise als Achter überzeugen konnte. Toppen konnte er den frühen Sieg zwar nicht mehr, jedoch erreichte er noch mehr gute Platzierungen unter den ersten Zehn, einen weiteren Stockerlplatz, und er holte sich den österreichischen Meistertitel im Riesenslalom.

Erste Kugel in der Saison 2007/2008
Hannes Reichelt zählte zu den Aufsteigern der Saison 2007/2008.Im Winter 2008 konnte Reichelt alle Erwartungen übertreffen und fuhr zu insgesamt drei Siegen im Weltcup.
In der Saison 2007/2008 sicherte sich Reichelt nach einem kuriosen Finale seine erste kleine Kristallkugel. Der 27-Jährige lag vor dem Finale in Bormio schon 99 Punkte hinter Didier Cuche zurück. Durch seinen zweiten Saisonsieg im Super-G konnte er den Rückstand noch wettmachen und die Disziplinen-Wertung gewinnen.

Durststrecke bis Februar 2011
An diesen Erfolg konnte Reichelt in Folge nicht anknüpfen. Nur ein Podium im Riesenslalom gelang in der Saison 2008/2009. Erst am 7. März 2010 steht der Österreicher auch im Super-G wieder als dritter ganz oben. Bei der WM 2009 kam nur ein enttäuschender 30. platz im Riesenslalom heraus, die Winterspiele 2010 fanden ohne Reichelt statt. Erst 2011, kurz vor der WM in Garmisch, fand Reichelt wieder in die Erfolgsspur zurück und siegte beim Super-G in Hinterstoder. Das war zugleich seine WM-Eintrittskarte. Und die gedachte Reichelt zu nutzen: Wenige Tage später gewann er Silber im Super-G der Weltmeisterschaft.

Steckbrief
Geboren: 5. Juli 1980
Geburtsort: Altenmarkt
Nation: Österreich
Größe: 183cm
Gewicht: 78kg
Heimatverein: SC Sparkasse Radstadt
Hobbies: Radfahren, Computer, Beach-Volleyball, Bergsteigen