Die Schweizer B-Kader Läuferin Dominique Gisin hat völlig überraschend den ersten Trainingslauf der Damen im kanadischen Lake Louise gewonnen. Auch ihre Teamkolleginnen haben sich für die ersten Speed-Rennen der Damen offenbar viel vorgenommen: Fünf Schweizerinnen kamen im Abschlussklassement unter die besten Zehn.

Nur Dorfmeister unterbricht Schweizer Phalanx
In 1:52.80 Minuten bewältigte die erst 20-Jährige den Kurs in Lake Louise und war damit auch schneller als die Österreicherin Michaela Dorfmeister (AUT, 1:52.85 Min.). Auf Rang drei kam Sylviane Berthod (SUI, 1:53.18 Min.). Das hervorragende Ergebnis der Eidgenossen wurde komplettiert durch Nadia Styger auf Rang vier, der Fünften Fränzi Aufdenblatten und Carmen Casanova, die Platz sieben belegte. Ebenfalls gut schnitten die Italienerinnen ab: Lucia Recchia teilte sich Rang sieben mit Casanova und auch Daniela Ceccarelli (Platz neun) und Angelika Grüner als 13. konnten gute Zeiten vorweisen.

Huber beste Deutsche
Beim ersten Training ohne die zurückgetretene Topfahrerin Hilde Gerg fand sich Isabelle Huber als beste Deutsche in der Ergebnisliste wieder, sie kam auf den 23. Platz. Die anderen DSV-Damen ließen es etwas langsamer angehen und reihten sich auf den hinteren Plätzen ein. Stefanie Stemmer wurde 52., dicht gefolgt von Petra Haltmayr auf Rang 53. Maria Riesch teilte sich mit Nika Fleiss (CRO) den 55. Platz. Doch nicht nur die Deutschen fuhren im Training verhalten.

Favoritinnen halten sich zurück
Schneefall beeinträchtigte die Sicht der Athletinnen bei der ersten Generalprobe für die erste von zwei Abfahrten am kommenden Wochenende. Auch aus diesem Grund waren viele der Top-Favoritinnen mit angezogener Handbremse gefahren und finden sich im Endergebnis auf den hinteren Plätzen wieder. Ein richtiges Kräftemessen der besten Speed-Damen steht damit in dieser Saison noch aus. Renate Götschl war als 30. im Kreis der besten Abfahrerinnen der Vorsaison noch mit am besten platziert. Janica Kostelic (CRO) kam als 41. in Ziel, Vorjahressiegerin Lindsey Kildow (USA) war 43. Noch schlechter lief es für die Gesamtweltcupsiegerin des letzten Winters: Die Schwedin Anja Pärson beendete das Training auf Position 64 von 68 gewerteten Läuferinnen.

Alle Ergebnisse gibt es unten in einer angehängten PDF-Datei.