Der Österreicher Christoph Gruber hat das erste Abfahrtstraining der Herren in Beaver Creek für sich entscheiden können. In der zeit von 1:44,45 Minuten siegte er auf der anspruchsvollen ‚Birds of Prey’-Piste des amerikanischen Weltcup-Gastgeberortes. Zweiter wurde Bjarne Solbakken (NOR, 1:44,55 Min.) vor dem Sieger aus Lake Louise, Fritz Strobl (AUT, 1:44,61 Min.).

Starkes Team aus Norwegen
Der Eindruck der ersten Rennen setzte sich dabei auch beim ersten Training auf amerikanischem Boden fort: Die norwegischen Trainer haben offenbar in der Vorbereitung alles richtig gemacht und ihre Stars zu Saisonbeginn in eine beeindruckende Form gebracht. Neben dem Zweiten Solbakken platzierten sich auch Aksel Lund Svindal, der in Kanada beim Super-G seinen ersten Sieg feiern konnte, und Kjetil Andre Aamodt mit den Rängen vier und sechs sehr weit vorn.

Steven Nyman bester US-Fahrer - Miller weit zurück
Eigentlich wollte das US Ski Team den Österreichern in dieser Saison erneut Paroli bieten - doch davon sind die Amerikaner derzeit weit entfernt. Auch vor heimischer Kulisse konnte sich vor allem Top-Star Bode Miller nicht in Szene setzen - über Platz 42 kam er nicht hinaus. Besser lief es für Steven Nyman, der als Siebter bester US-Fahrer wurde, knapp vor Daron Rahlves auf Platz neun.

Österreicher mit Licht und Schatten
Neben Gruber und Strobl kam mit Michael Walchhofer noch ein weiterer ÖSV-Fahrer unter die besten Fünf. Doch danach kamen die weiteren Österreicher mit den Bedingungen nicht so gut zurecht. Benjamin Raich landete noch auf Position 21, für Hermann Maier sprang gar nur der 47. Platz heraus - indiskutabel für den ‚Herminator’, der zum Teil den langsamen Neuschnee in den USA für sein Abschneiden verantwortlich machte. Trotz des Neuschnees waren einige Athleten von den weiten Sprüngen, für die die Piste in Beaver Creek bekannt ist, stark beeindruckt und sprachen sich in einigen Fällen für deren Entschärfung aus.

Abfahrt ohne DSV-Beteiligung
Die Abfahrt in Beaver Creek wird ohne Starter aus Deutschland stattfinden. Die Nachwuchsfahrer des DSV sollen langsam an den Weltcup herangeführt werden, auf der sehr anspruchsvollen ‚Birds of Prey’ Strecke dürfen sie pausieren. Derweil ist das zweite Training, in dem es auch um die Startnummern für das Rennen geht, weiter von schlechtem Wetter gefährdet.


Die kompletten Ergebnisse des ersten Trainings sind unten als PDF-Datei angehängt.