Ausgerechnet im Olympiawinter hat Lindsey Kildow vermehrt Ärger mit ihrem Vater. Die 21-Jährige befürchtet, dass der Streit noch weiter eskalieren könnte.

Vater setzt Kildow unter Druck
Das Problem liegt im angespannten Verhältnis zwischen Lindsey Kildow und ihrem Vater Alan. Amerikas große Olympia-Hoffnung bat ihren Vater nicht zu den Weltmeisterschaften 2005 in Bormio zu kommen. Dieser kam aber und setzte seine Tochter so stark unter Druck, dass sie nicht die erhoffte Abfahrtsmedaille gewinnen konnte. Kildow wurde nur Vierte.

Unterschiedliche Ansichten
Um den Streit nicht weiter eskalieren zu lassen, hat Kildow die Situation in der "Denver Post" öffentlicht gemacht. Die Amerikanerin wirft ihrem Vater vor, er habe sie systematisch zum Spitzensport getrimmt und ihr keine Zeit für andere Dinge gelassen. Wenn Kildow einmal keine Lust zum Skifahren gehabt habe, sei er förmlich "explodiert". Vater Alan sieht das allerdings anders. Der geschiedene Rechtsanwalt bleibt gelassen und betont das stets gute Verhältnis. In seinen Augen liegt das Problem darin, dass Lindsey erwachsen wird.

Traum von olympischer Medialle
Lindsey C. Kildow will sich ihren großen Traum von einer olympischen Medaille bei den Winterspielen 2006 in Turin nicht davon zerstören lassen. Zum Thema "Vater-Streit" will sich die Weltcup-Siegerin der Abfahrt in Lake Louise 2004 nicht mehr äußern.