10.001 Läufer werden die Fackel mit der olympischen Flamme auf ihrem Weg nach Turin tragen, wo am 10. Februar die XX. Olympischen Winterspiele eröffnet werden.

Feuer der Generalprobe geht um die Welt
Bei der Zeremonie zur Entzündung des Olympischen Feuers spielte die Sonne nicht mit. Daher konnte die griechische Schauspielerin Theodora Siarkou, die die Rolle einer hohen Priesterin mimte, am 27. Novemeber 2005 wegen dichter Bewölkung im antiken Olympia die Flamme nicht mit Hilfe eines Parabolspiegels entzünden. Die Organisatoren hatten aber vorgesorgt: Das bei der Generalprobe auf traditionelle Weise entzündete Feuer war seitdem im Hera-Tempel aufbewahrt worden und wurde zur Entzündung der Fackel benutzt.

Stabhochspringer Kostas Filippidis erster Träger
Bis zum 6. Dezember wird die Fackel von 534 Läufern über 2.006 km quer durch Griechenland getragen, bevor es im Athener Panathinaikon Stadion, 1896 Austragungsort der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit, offiziell an den Präsidenten des Turiner Organisationskomitees TOROC, Valentino Castellani, übergeben wird. Als erster übernham Stabhochspringer Kostas Filippidis die Fackel mit dem Feuer.

Noch keine Olympia-Euphorie in Italien
Danach wird es nach Rom geflogen, wo am 8. Dezember Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi mit Marathon-Olympiasieger Stefano Baldini als erstem Läufer den Fackellauf auf seinen Weg durch alle italienischen Provinzen schickt, womit auch die Euphorie für die Olympischen Spiele bei den Italienern entfacht werden soll. Auf dem Weg soll das Feuer auch von Papst Benedikt XVI. im Vatikan gesegnet werden.

Prominente Fackelträger in Italien
Zu den Trägern der 1,9 kg schweren, 77 cm langen, von Designern der Autobauer Ferrari und Fiat entworfenen Fackel gehören Stars wie die Fußballer Francesco Totti, Gianfranco Zola und Paolo di Canio, Formel-1-Fahrer Jarno Trulli, der marokkanische Weltrekordläufer Hicham El Guerrouj und alle italienischen Olympiasieger von Athen 2004 und Salt Lake City 2002. Der letzte Läufer, der auch das Olympische Feuer entzünden darf, soll bis zum Schluss geheim gehalten werden. Als Favorit gilt der ehemalige Skiläufer Alberto Tomba.