Beim Super-G Training in Copper Mountain (USA) hat sich die deutsche Speed-Fahrerin Hilde Gerg eine schwere Knieverletzung zugezogen. Das gab der DSV in einer Pressemmeldung bekannt. Der Sturz passierte am Mittwoch, den 16. November während der Vorbereitungen auf die Weltcuprennen im kanadischen Lake Louise.

Olympiastart noch offen
Die Analyse des amerikanischen Spezialisten Dr. Richard Steadman in einem Krankenhaus in Vail ergab eine Impression des Schienbeinkopfes im rechten Knie, einen Meniskusschaden sowie eine Teilruptur des hinteren Kreuzbandes. Die sehr komplexe Knieverletzung führt Steadman auf eine massive Überstreckung des Knies beim Sturz zurück. Damit wird Gerg in jedem Fall mehrere Wochen ausfallen. Einen Start bei den Olympischen Spielen hält die Deutsche noch für möglich: "Ob es eine Chance gibt, bei den Olympischen Spielen zu starten, werden die weiteren Untersuchungen zeigen."

Zweite schwere Knie-Verletzung nach 2002
Bereits in Dezember 2002 hatte die Slalom-Olympiasiegerin von 1998 mit einem Kreuzbandriss eine schwere Knieverletzung erlitten. Der Winter 2005/2006 soll die letzte Saison für Gerg sein, die sich danach vom aktiven Rennsport zurückziehen will.

Rumpftruppe in Nordamerika
DSV-Cheftrainer Wolfgang Maier äußerte derweil sein Bedauern: "Die Verletzung und der damit verbundene Ausfall von Hilde Gerg ist ein großer Rückschlag für die Speed-Mannschaft. Ihr Ausfall tut sehr weh." Damit schrumpft die DSV-Mannschaft für die Überseerennen weiter zusammen. Neben den zurückgetretenen Speedfahrern Eckert und Rauffer fehlt auch Andreas Ertl wegen einer Verletzung.