In drei Monaten sollen die Olympischen Winterspiele in Turin beginnen - derweil sind die Vorbereitungen noch längst nicht abgeschlossen. Einige Gebäude sind noch unfertig und die Verkehrssituation in einigen Wettkampfregionen droht chaotisch zu werden.

Infrastruktur noch im Bau
Ein reibungsloser Ablauf der Winterspiele 2006 wäre nach dem derzeitigen Stand der Vorbereitungen wohl eher überraschend. Neben dem Turiner Flughafen sind auch einige Funktionsgebäude noch eine einzige Baustelle, zudem ist das Straßennetz in den Bergen rund um Sestriere defizitär und unfertig. Derzeit arbeiten 12.000 Menschen an der Fertigstellung der fehlenden Infrastruktur.

FIS hofft auf Improvisationstalent
Der Internationale Skiverband FIS hofft derweil auf die Improvisationstalente der Gastgeber. Dennoch erinnert die Situation stark an die vergangene alpine Ski-Weltmeisterschaft in Bormio 2005. Auch dort waren die Organisatoren erst zum Beginn der Veranstaltung mit den notwendigsten Arbeiten fertig geworden.

Wenige Fans an den Pisten?
Ein Problempunkt der Spiele könnte vor allem der Transport von Sportlern und Fans zu den Sportanlagen sein. Die enge Straße von Turin nach Sestriere lässt ein erhöhtes Verkehrsaufkommen nicht zu. Als Folge sollten lange Staus zu erwarten sein - und wenige Zuschauer. Für die alpinen Wettbewerbe wurde bereits aus Transportgründen die Anzahl der Fans auf 5.400 (Sestriere) und 8.000 (San Sicario) begrenzt. Diese müssen sich auf lange Anreisezeiten über Bus- und Bahnverbindungen einlassen. Für gute Stimmung am Hang dürfte diese Tatsache auch nicht gerade sorgen.

Die Organisationsprobleme von Turin 2006 sind größtenteils finanzieller Natur. Dem Organisationskomitee TOROC fehlen offenbar zweistellige Millionenbeträge im Budget.