Spätestens seit seinem Slalom-Weltcupsieg 2005 in Wengen (Schweiz) ist Alois Vogl auch Skilaien ein Begriff. Ski2b.com sprach mit dem Slalom-Ass über den Stand der Vorbereitungen.



Ski2b.com: Alois, wie ist es Dir bei der bisherigen Vorbereitung auf die Saison 2005/2006 ergangen?

Alois Vogl: Ich habe mich bislang sehr stark um den konditionellen Bereich gekümmert. Hier bin ich allerdings voll im Plan, eigentlich läuft es sogar besser als im Vorjahr. Denn ich bin von Verletzungen verschont geblieben und dies macht sich natürlich positiv bemerkbar.



Ski2b: Was steht bei Dir bis zum Saisonauftakt alles noch auf dem Programm? Wirst Du vielleicht gar in Sölden beim Riesenslalom (22./23. Oktober) starten wollen?

Alois: Ich werde erst in den USA in die Saison starten, wenn es an den ersten Slalom geht. Ich trainiere vielleicht fünf Tage Riesenslalom im Jahr. Da kommt Sölden f&u
uml;r mich gar nicht in Frage. Aber dennoch geht jetzt natürlich das Schneetraining los. Zunächst werde ich ab dem 21. August drei Tage auf dem Hintertuxer Gletscher trainieren und dann nach zwei Tagen Ruhepause brechen wir mit den Technikern zu einem 14-tägigen Lehrgang nach Zermatt auf. Bis zum ersten Weltcuprennen wird es im Anschluss an diesen Lehrgang noch reichlich Schneetraining geben und genügend Tore und Stangen damit die Form dann stimmt.



Ski2b: Wie steht es mit dem Skimaterial? Wie gehst Du hier an die Feinabstimmung für den Winter heran?

Alois: Die Materialabstimmung ist Teil der Vorbereitung auf die Saison und jeder Schneetag ist auch ein Stück weit der Optimierung des Materials gewidmet. Allerdings habe ich hier in der vergangenen Saison brutal schnelle Völkl-Ski gehabt und deshalb starte ich diese Feinabstimmung dank meines Ausrüsters auf einem sehr hohen Niveau. Das ist ein beruhigendes Gefµ
²uuml;hl.



Ski2b: Wie beurteilst Du für die kommende Saison Deine Chancen im Weltcup?

Alois: Nun, zumindest die Vorraussetzungen sind in der anstehenden Saison nochmals besser geworden. Denn bei der Startnummern-Vergabe werde ich im schlechtesten Fall erst einmal mit der Nummer sieben berücksichtigt werden. In der letzten Saison hatte ich es zunächst mit Startnummern rund um Platz 20 zu tun. Insofern sind die Karten für mich jetzt nahezu optimal - allein man muss gute Trainingsleistungen auch im Rennen wiederholen können. Ich war über zehn Jahre hinweg im Training schon immer spitze, habe aber erst in den letzten zwei Jahren gelernt, wie man sein eigenes Potenzial auch im Wettkampf abrufen kann. Ich will eben auch im Rennen zeigen, was ich drauf habe. Dabei helfen mir sicherlich die beiden letzten Skiwinter.



Ski2b: Wie 'heiß' bist Du denn schon wieder auf den Schnee und die Wettkämpfe? >
Alois: Auf Skifahren bin ich jetzt wirklich wieder richtig 'heiß'. Ich habe bewusst im Frühjahr eine längere Skipause gemacht. Nach einer Saison, die sieben Monate dauert, hast Du einfach irgendwann den 'Kanal voll'. Doch jetzt ist die Lust wieder da. Ein weiteres gutes Zeichen.



Ski2b: Das Saison-Highlight wird in diesem Winter sicherlich Olympia in Turin sein? Verletzungsbedingt musstest Du in der letzten Saison die skialpine WM in Bormio auslassen. Hast Du Olympia auch jetzt schon auf dem 'Schirm'?

Alois: Olympia ist letztlich auch nur ein Rennen und dort wird die Tagesform den Ausschlag geben. Ich freue mich dennoch bereits auf dieses Großereignis, denn 2010 in Vancouver werde ich ja wohl altersbedingt vermutlich nicht mehr im Starthaus stehen. Klar, sicher ist das im Kopf. Doch zunächst muss man sich im Weltcup bewähren. Also mache ich Schritt eins vor Schritt zwei. So sehe ich das, denn sonst baut man sich e
inen riesigen Druck auf - das bremst nur.



Ski2b: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin eine verletzungsfreie Vorbereitung.

Alois: Vielen Dank.