Die Slowenin Tina Maze hat schon in jungen Jahren an verschiedenen Großveranstaltungen teilgenommen. Das gab er die nötige Erfahrung, um bereits am Anfang ihrer Karriere bei den besten der Welt mitzufahren. Besonders in ihrer Parade-Disziplin, dem Riesenslalom, gehört sie zum Kreis der Top Ten.

Mit 18 Jahren zu Olympia
Der größte Traum eines Sportlers ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Für Maze ging dieser Traum bereits im zarten Alter von 18 in Erfüllung. In Salt Lake City startete sie in ihrer Spezialdisziplin Riesenslalom und zeigte bereits dort, dass sie mit dem Druck gut umgehen kann. Mit zwei soliden Läufen konnte sie den 12. Platz belegen. Auch in der Riesenslalom-Wertung des Weltcups konnte sich die junge Slowenin mit dem achten Platz in die Weltspitze vorfahren. Höhepunkt dabei war sicherlich der zweite Platz beim Riesenslalom in ihrer Heimat. In Maribor musste sie sich nur Sonja Nef geschlagen geben.

Erster Weltcupsieg in Sölden
Ihren ersten Weltcupsieg feierte Tina Maze dann beim Riesenslalom in Sölden 2002. Dort, wo traditionell Ende Oktober die Weltcup-Saison eröffnet wird, gab es dann auch gleich ein Novum in der Geschichte des alpinen Weltcups: einen Dreifach-Sieg! Nach zwei Riesenslalom-Durchgängen auf dem Rettenbachferner lagen die Österreicherin Nicole Hosp, Tina Maze und Andrine Flemmen (Norwegen) zeitgleich ( 1:49.91 Min.) an der Spitze des Feldes. Auch wenn dieser Erfolg der einzige der Saison bleiben sollte und sie auch in nur vier weiteren Rennen des Winters in die Punkte fuhr, so hatte sie doch ihren ersten Weltcupsieg in der Tasche.

Auch stark bei der WM
Auch bei der WM 2003 in St. Moritz wusste Maze zu überzeugen. Zwar konnte sie im Slalom nicht das Ziel erreichen, doch im Riesenslalom war sie wieder hellwach und schaffte beinahe ihre erste Medaille bei einer großen Veranstaltung. War sie nach dem ersten Durchgang noch auf einem hervorragenden dritten Rang, wurde Maze am Schluss noch von zwei weiteren Fahrerinnen abgefangen und belegte am Ende einen dennoch sehr guten fünften Rang.

Versuch in anderen Disziplinen
In der Saison 2003/2004 versuchte sich Maze, die als eines ihrer Hobbies SMS schreiben angibt, auch verstärkt in den schnellen Disziplinen. Während sie in der Abfahrt noch nicht in die Punkte fahren konnte, sammelte sie im Super-G mit einem 21. Rang auch dort die ersten Zähler. Somit kann davon ausgegangen werden, dass die junge Slowenin in Zukunft auch im Gesamt-Weltcup vorne zu finden sein könnte.

Drei Weltcupsiege 2004/2005
Das noch einiges von der Slowenin zu erwarten ist, bewies sie in der Saison 2004/2005. Dort fuhr sie auf einen 10. Platz im Gesamt-Weltcup und drei Mal stieg sie ganz oben aufs Treppchen. Im Riesenslalom in St. Moritz ließ sie sogar die favorisierte Schwedin Pärson hinter sich. Höhepunkt der Weltcup-Saison war sicherlich ihr Sieg beim Heimrennen in Maribor.

Steckbrief
Geboren: 02.05.1983 in Slovenj Gradec
Nation: Slowenien
Größe: 171 cm
Hobbies: Musik hören, Tanzen, Volleyball
Web: www.tinamaze.com

Erfolge:
Werfen wir einen kurzen Blick in den Karrierespiegel der Nachwuchshoffnung der Slowenen. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): GS (12)

Weltmeisterschaften:
2005 in Bormio (ITA): K (10), SG (6), GS (DNF), SL (DNF)
2003 in St. Moritz (SUI): SL (DNF), GS (5)
2001 in St. Anton (AUT): SL (16), GS (22), SG (32)

Weltcup:
10. Platz Gesamtweltcup 2005
Weltcup-Disziplinen-4. im Riesenslalom 2005
Weltcup-Disziplinen-8. im Riesenslalom 2002 und 2004
Sechs Weltcup-Siege, insgesamt zwölf Podestplätze