Für Österreichs Ski-Herren beginnt mit dem Riesenslalomin Sölden die Jagd auf Bode Miller. Der Gesamtweltcupsieger des Vorjahres hatte in der Vorsaison mit einigen Siegen zum Start den Grundstein für seinen Erfolg gelegt. Zuvor war die große Kristallkugel sechs Mal in Folge nach Österreich gegangen. Der Amerikaner scheint zum Auftakt zudem angeschlagen, nachdem sein jüngerer Bruder kürzlich einen Motorradunfall hatte.

Maier und Walchhofer mit Schmerzen
Die ÖSV-Stars, die sich zuletzt im Stubaital auf Sölden vorbereiteten, haben aber auch einige Sorgenkinder. Michael Walchhofer wird anscheinend starten können, nachdem er gestern noch im Training wegen einer Knieblessur auf Schmerztabletten zurückgreifen musste. Hermann Maier brach das Abschlusstraining gar ab. Die ruppige Piste verursachte Schläge, die zu viel waren für das noch angeschlagene Sprunggelenk des 'Herminators'. Dieser brachte daher nur einen Trainingslauf ins Ziel. Beim Trainingslager in Neuseeland hatte sich Maier bei einem kapitalen Sturz die Verletzung zugezogen. Auch er wird aber in Sölden am Start sein.

Raich und Matt wollen aufs Podest fahren
Die Erwartungen von Hermann Maier sind daher beim Weltcup-Auftakt nicht hoch. Andere ÖSV-Fahrer rechnen sich dagegen einiges aus. Mario Matt hinterließ einen starken Eindruck in der Vorbereitung und könnte in dieser Saison auch im Riesenslalom auftrumpfen. Allerdings startet Matt nicht unter den ersten 30 - ein Handicap. Zu den Topfavoriten zählt natürlich Benjamin Raich. Der Pitztaler könnte in Sölden mit einem Podestplatz eine Serie brechen: Bislang kam der Doppelweltmeister von Bormio in Sölden nie weiter als Platz fünf.