Max Rauffer vom SC Leitzachtal hat seinen Rücktritt als alpiner Skirennfahrer erklärt. Der 33-Jährige hatte im Vorjahr mir seinem Sieg in der Abfahrt von Gröden für Furore gesorgt.

Leistungssport auf höchstem Niveau nicht mehr möglich
Als Gründe für den Rücktritt führt Rauffer gesundheitliche Problem an. In einer Erklärung des DSV ließ er dies verlauten: "In den letzten Monaten habe ich gemerkt, dass mein Körper nicht mehr unbegrenzt belastbar ist. Jahrelanges Training und die starken Belastungen in den Wettkämpfen haben ihre Spuren hinterlassen. Diese Warnsignale möchte ich nicht unbeachtet lassen, und so ist Leistungssport auf höchstem Niveau für mich nicht mehr möglich. Ich habe deshalb den Entschluss gefasst, meine aktive Karriere als Skirennfahrer zu beenden."

Von Verletzungen zurückgeworfen
Eigentlich wollte Rauffer in dieser Saison noch die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Turin erreichen. Nach dem Rücktritt von Florian Eckert verliert der DSV damit bereits den zweiten Leistungsträger in den Speed-Disziplinen kurz vor Beginn des Weltcup-Auftakts in Sölden. Max Rauffer musste in seiner Karriere immer wieder Verletzungen wegstecken, konnte sich aber auch immer wieder an die Weltcup-Spitze herankämpfen. Der Sieg bei der traditionsreichen Abfahrt in Gröden im Dezember des Vorjahres war der größte Weltcup-Erfolg des Deutschen. Außerdem nahm Rauffer an vier Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City teil.

Nach Abschluss seiner Karriere hat Rauffer bereits neue Ziele vor Augen. Zunächst möchte er ein Architekturstudium absolvieren und im Anschluss den Betrieb der Eltern übernehmen.

Stimmen zum Rücktritt:
Auf der Homepage des Deutschen Skiverbands nahmen Werner Margreiter und Walter Vogel Stellung zum Rücktritt Rauffers:

Werner Margreiter (Cheftrainer):
"Mit Max verlieren wir einen Läufer, der jederzeit für eine Überraschung gut war. Seine Qualitäten zeigten sich nicht zuletzt darin, dass er erst der vierte Deutsche war, dem es gelang eine Weltcup-Abfahrt zu gewinnen. Diese Leistung ist umso höher einzuschätzen, wenn man weiß, wie viele Verletzungen Max während seiner Karriere überstanden hat."

Walter Vogel: (Technischer Leiter Alpin)
"Es ist beeindruckend, wie Max Rauffer die schweren Verletzungen wegsteckte und sich immer wieder an die Weltspitze herankämpfte. Dass er jederzeit in der Lage war ein Rennen zu gewinnen, bewies er mit dem Sieg im vergangenen Winter in Gröden. Wir respektieren seine Entscheidung und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute.
Natürlich müssen wir nach dem Abschied von Florian Eckert und Max Rauffer die Ziele für das Herren-Abfahrtsteam korrigieren. Es gilt die jungen Athleten weiterhin konsequent an das Weltcup-Niveau heranzuführen. Dieser Weg wird verstärkt über den Europacup und über punktuelle Weltcup-Einsätze beschritten."