In Turin finden vom 10. bis 19. März 2006 die Paralympics statt. Dabei wollen die deutschen Behindertensportler wieder zu den führenden Nationen gehören.

Weniger Wettbewerbe als in Salt Lake City
Angeführt wird die deutsche Equipe von Karl Quade, der wie schon in Athen Chef de Mission sein wird. "Wir werden eine bedeutende Rolle spielen. Wir können jedoch die zu erwartenden Medaillen nicht mit der Ausbeute von Salt Lake City vergleichen", womit Quade in Duderstadt zu Beginn des 14. Verbandstages des Deutschen Behindertensport-Verbandes (DBS) die Verringerung der Wettbewerbe andeutete. In Turin wird es weniger Wettbewerbe und dadurch andere Startklassen geben.

Bis zu 88 deutsche Teilnehmer
Bei den Paralympics wird das deutsche Team eine Gesamtstärke von 77 bis 88 Personen haben. Der Teamchef rechnet mit 37 Athleten, die im Februar nominiert werden. Allein die Eishockey-Mannschaft, die sich mit dem Europameistertitel überraschend qualifiziert hat, umfasst 15 Sportler. Im Ski alpin werden zwölf Sportler erwartet, während die nordischen Skisportler eine Stärke von etwa zehn Startern haben werden.

Unterstützung vom Arbeitgeber für Sportler
Neu in Turin ist das so genannte Top Team, dem derzeit sieben Sportler angehören. Die Athleten werden für neun Monate vom Arbeitgeber unterstützt und zu 50 Prozent von ihrer Arbeit frei gestellt. Zu den großen Favoriten aus deutscher Sicht zählen in Turin die mehrfachen Paralympics-Sieger von Salt Lake City 2002, Martin Braxenthaler und Gerd Schönfelder, sowie die Debütantin Andrea Rothfuss. Alle drei starten in alpinen Ski-Wettbewerben. Im nordischen Bereich rechnen sich Verena Bentele, Frank Höfle sowie Thomas Oelsner erneut Gold-Chancen aus.