Gesamtweltcup-Gewinner Bode Miller ist bekannt für überraschende und eigenwillige Ansichten. Der Amerikaner sorgte drei Wochen vor dem Start der Saison 2005/06 noch mit bemerkenswerten Dopingaussagen für Aufsehen.

Mehr Sicherheit durch Doping
Bode Miller sieht im Doping mit gewissen Substanzen sogar Sicherheitsvorteile. Im Dopingmittel Erythropoietin (kurz EPO) sieht der US-Boy die Chance, Unfälle und Stürze im Skisport zu vermeiden. Der Skiathlet müsse jede Sekunde etliche Entscheidungen treffen. Nur wenige davon wären dem Rennläufer bewusst, vieles würde instinktiv ablaufen. Aufgrund von Sauerstoffmangel werden Muskeln und das Gehirn bei einer Abfahrt sehr schnell müde und erhöhen so das Sturzrisiko. Mit EPO verbessert sich die Sauerstoffaufnahme und würde so eine konzentriertere Abfahrt möglich machen.

Legalisierung von EPO
Miller würde sich daher für eine Legalisierung von bestimmten Dopingmitteln aussprechen, da seiner Ansicht nach damit nur ein geringes Gesundheitsrisiko einhergeht, aber die Sicherheit des Läufers steigen würde.

FIS sieht keine riskanten Pisten
Beim Ski-Weltverband FIS weiß man, dass die Person Miller für außergewöhnliche Sachen steht. Generalsekretärin Sarah Lewis verbindet mit Doping gefährliche gesundheitliche Auswirkungen und spricht von Betrug. Die Pisten seien keinesfalls gesundheitsgefährdend. Falls die Athleten überfordert wären, würde man die Pisten technisch entschärfen.