Die deutschen Ski-Mannschaften stecken in der heißen Phase der Vorbereitung. Bei den Damen konnte Maria Riesch erstmals wieder auf Schnee trainieren. Bei den Herren ist Max Rauffer erkrankt. Insgesamt lief die Vorbereitung der Herren zufrieden stellend, die Damen hatten teilweise mit dem Wetter zu kämpfen.

Erstes Schneetraining von Maria Riesch
DSV-Fahrerin Maria Riesch konnte am Dienstag, 04.10.05, in Sölden zum ersten Mal nach ihrer Schienbein-Verletzung wieder auf Schnee trainieren. Die 20-Jährige konnte die Trainingseinheit ohne Probleme absolvieren: "Es ist gut gegangen. Ich hatte keine Schmerzen." Über einen Start beim Weltcup-Auftakt in zwei Wochen an geicher Stelle will Riesch kurzfristig entscheiden: "Ich warte zunächst einmal die nächsten Tage ab und gucke, ob die Form stimmt und ich mit den anderen mithalten kann. Denn hinterfahren möchte ich auch nicht", so die Partenkirchenerin.

Rauffer mit Problemen
Abfahrer Max Rauffer muss bis auf weiteres eine Trainingspause einlegen. Dem Gröden-Sieger macht eine Entzündung im Ohr zu schaffen. Laut Herren-Cheftrainer Werner Margreiter wurde Rauffer untersucht, und man rechnet in den nächsten Tagen mit einer genauen Diagnose. Wie lange der 33-Jährige noch ausfällt, ist nicht bekannt.

Vorbereitung bei den Herren
Margreiter erläuterte den bisherigen Verlauf der Vorbereitung. Der aus Österreich stammende Cheftrainer zeigte sich mit dem Schneelehrgang in Zermatt äußerst zufrieden: "Wir haben sehr gut trainiert und hatten wirklich Glück mit dem Wetter." Nach dem Rücktritt von Florian Eckert und den Problemen bei Rauffer sagte Margreiter jedoch auch, dass im Speedbereich keine Läufer mit Siegchancen vorhanden seien. Im Slalom dagegen sieht Margreiter sich und sein Team auf einem hervorragenden Weg. Insgesamt sei "ein Ruck durch die Mannschaft gegangen", und er kann auch im Nachwuchsbereich einen großen Schritt nach vorne beobachten. Ziel für die neue Saison sei es, die Zahl der Top-Ten-Plätze zu erhöhen.

Vorbereitung Damen
Nicht so zufrieden mit der bisherigen Vorbereitung zeigte sich Damen-Cheftrainer Wofgang Maier. Man habe eine durchschnittliche Vorbereitung auf die neue Saison gehabt. Die Gruppe in Neuseeland hatte laut Maier viel Regen, und in Chile habe man zu viel Schnee gehabt. "Dadurch konnten wir das Programm nicht voll durchziehen", so Maier. Dies beunruhige ihn aber nicht sonderlich, sagte Maier. "Letztes Jahr hatten wir eine tolle Frühform, konnten diese aber nicht in den Rennen umsetzen. In diesem Jahr ist es ein wenig anders und wir haben noch nicht die Form. Daher werden die Athletinnen erst etwas später in Topform kommen", so Maier. In den letzten Wochen war das Damenteam häufig in Sölden zu Gast, weil dort laut Maier extrem flexible Trainingszeiten möglich sind, was dem Team geholfen habe, um weitere Schneetage zu absolvieren.

Hilde Gerg über ihre Vorbereitung
"Leider konnten wir in Chile wegen des Wetters nicht mehrere Tage am Stück trainieren. Mal ging es zwei Tage, dann musste man wieder aussetzen und danach von vorne beginnen. Für mich war das Trainingslager dort aber dennoch gut, denn ich konnte mein Programm größtenteils durchziehen. Es war durch den vielen Schnee jedoch alles sehr weich und das Wettkampftraining fehlt leider bislang. Dies ist aber kein Problem, denn mein erstes Rennen ist erst Anfang Dezember, und der Grundstein wird dann in den nächsten Wochen in Nordamerika gelegt. Positiv ist aber, dass ich ohne Schmerzen fahren kann. Doch man muss abwarten, bis es auf den harten Schnee geht."

Martina Ertl über ihre Vorbereitung
"Unser Traniningslager in Neuseeland war nicht so schlecht. Wir hatten jedoch ein wenig Pech mit dem Wetter in der zweiten Hälfte. Wir sind viel Technik gefahren, und das ging besonders im Slalom sehr gut, auch wegen des Materials. Leider konnten wir kaum Super-G fahren, da das Wetter dies nicht zuließ. Aber da liegt der Schwerpunkt dann in Nordamerika, in Sölden steht ja erstmal der Riesenslalom an. Wie ich in Form bin kann man schwer beurteilen, denn der internationale Vergleich fehlt bislang."