Franco Cavegn trat nach 16 Jahren im Weltcup vom aktiven Rennsport zurück. Grund für den Abschied waren anhaltende Knieschmerzen, die keinen Sport auf hohem Niveau mehr zuließen.

Erster Weltcupstart 1989
Franco Cavegns erster Weltcup-Start war bereits 1989, als er in Sestriere an den Start ging. Die ersten Punkte im Weltcup sicherte sich der Schweizer 1991 in Gröden, als er in der Abfahrt 27. wurde. Dies war der Beginn einer langen Karriere als Weltcupfahrer.

Gute Rennen in Garmisch
Besonders der deutsche Ort Garmisch-Partenkirchen scheint Cavegn zu liegen. Hier fuhr er immer wieder gute Ergebnisse ein, wie zum Beispiel 1993, als er dort 14. wurde und seine bis dato beste Platzierung schaffte. 1997 erreichte der Schweizer in Garmisch einen fünften Rang und 2001 gelang ihm gar der Sprung auf das Podest.

Top-Platzierungen in der Abfahrt
In der Saison 2001/2002 glänzte Cavegn besonders in der Abfahrt. In seinem besten Jahr der Karriere platzierte er sich sage und schreibe sechs Mal unter den besten Zehn und holte einen der beiden Podiumsplätze seiner Laufbahn heraus. Dies war in Kvitfjell, wo er nur acht Hundertstel Sekunden hinter dem Zweitplatzierten war. Am Ende der Saison stand der vierte Rang in der Abfahrts-Wertung und der Vorstoß in die Weltspitze in dieser Disziplin.

Markenwechsel 2002
Wie viele seiner Kollegen im Schweizer Team hat der Bündner Franco Cavegn im Sommer 2002 die Skimarke von Atomic zu Head gewechselt. Dies führte dazu, dass zu Beginn der Saison 2002/03 die Feinabstimmung mit dem Material noch nicht ganz stimmte und so gute Resultate ausblieben. Doch je länger die Saison dauert, desto besser wurden Cavegns Resultate: "Ich kann gar nicht so unzufrieden sein. Der Rückstand auf die Spitze wird immer geringer."

Exploit fehlt weiterhin
Die Saison 2002/03 verlief ähnlich, wie die davor: Auch dort verbuchte der damals 32-Jährige konstant gute Resultate. Was jedoch fehlte, war der Exploit. Der gelernte Spengler wartete vergebens auf seinen ersten Weltcupsieg. Als beste Resultate stehen zwei dritte Plätze zu Buche, auf die er allerdings auch lange warten musste. Im Jahr 2002 sorgte Cavegn im März bei der Abfahrt von Kvitfjell (NOR) endlich für den ersten Schweizer Podestplatz. Gut ein Jahr zuvor hatte er in Garmisch den gleichen Rang belegt.

Schwere Verletzung
Die Saison 2003/2004 stand für Cavegn unter keinem guten Stern. Nach einem durchaus gelungenen Start zog sich der Schweizer beim Super-G von Beaver Creek am 10. Dezember 2003 einen Kreuzbandriss zu und musste die Saison vorzeitig beenden. Es begann der schwere Weg zurück. Zur folgenden Saison war der Schweizer wieder dabei, musste aber anerkennen, dass die Trauben noch zu hoch hingen. Er wurde in den ersten beiden Rennen lediglich 58. bzw. 43. Die Saison beendete der Schweizer vorzeitig.

Karriere-Aus mit 34 Jahren
Der Sturz 2003 brachte neben dem Kreuzbandriss auch einen Knorpelschaden mit sich. Vor allem darauf ist es zurückuführen, dass Cavegn im Oktober 2005 seine aktive Laufbahn beenden musste. Das lädierte rechte Knie ließ keinen schmerzfreien Sport mehr zu und zwang den 34-Jährigen zum Rücktritt.

Steckbrief:
Geboren: 06.01.1971
Nation: Schweiz
Heimatverein: SC Dagens Vella
Größe: 177cm
Gewicht: 90kg
Internet: www.event-club.ch
Beruf: Spengler
Hobbies: Motorrad, Reiten, Golf

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in seinen Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): DH (15)
1998 in Nagano (JPN): DH (14)
1994 in Lillehammer Kvittfjell (NOR): DH (23)

Weltmeisterschaft:
2003 in St. Moritz (SUI): DH (25)
2001 in St. Anton (AUT): DH (12)
1997 in Sestriere (ITA): DH (6), SG (17)

Weltcup:
4. Platz Weltcup-Disziplinenwertung Abfahrt 2002
8. Platz Weltcup-Disziplinenwertung Abfahrt 1997
insgesamt zwei Podestplätze