Für das Schweizer Skiteam war der letzte Winter ein Debakel. Die besten Damen-Resultate waren zwei fünfte Plätze von Sonja Nef. Die wusste nach erneuten Knieproblemen am Ende der letzten Saison nicht einmal, ob sie weitermachen sollte.

Sonja Nef nach Knie-OP beschwerdefrei
Nach einer erneuten Athroskopie an ihrem rechten Knie konnte die Schweizerin aber seit Mitte des Jahres wieder ohne Schmerzen trainieren. Ihr großes Ziel in der bevorstehenden Saison sind die Olympischen Spiele in Turin. Dass es sich lohnt, sich für eine Olympiamedaille zu schinden, weiß die Völkl-Fahrerin bereits seit den letzten Spielen 2002 in Salt Lake City, wo sie im Riesenslalom den Bronzeplatz erreichte.

Schneetraining in Zermatt
Derzeit bereitet sich die Riesenslalom-Weltmeisterin von 2001 auf die Saison 2005/06, nicht wie viele andere in Neuseeland, sondern "nur" auf europäischen Pisten vor. Nef nutzt vor allem den Schnee auf dem Gletscher in Zermatt, um erst einmal die Technik zu verbessern. Davon verspricht sich die 33-Jährige eine bessere Betreuung ihres lädierten Knies.

Olympische Piste sehr anspruchsvoll
Als Ansporn nennt Sonja Nef immer wieder die Olympischen Spiele, deren Riesenslalompiste sie als sehr schwierig charakterisiert. Deshalb schließt die Appenzellerin auch aus, dass es dort eine Überraschungssiegerin geben könnte. Um in Turin oben zu stehen, müsse man schon den ganzen Winter Leistung bringen.

Schweizer Team als Überraschung
Für das Schweizer Skiteam kann es im olympischen Winter nur nach oben gehen. Sonja Nef kann mit ihrem Ehrgeiz vielleicht sogar für eine olympische Überraschung sorgen. Denn das der Reiz von Olympia die schweizer Spitzensportlerin auf das Podest führen kann, hat sich schon in Salt Lake City gezeigt.