Auch die alpinen kanadischen Ski-Athleten gehen neue Wege, um im kommenden Winter erfolgreich zu sein. Vier Fahrerinnen vom Team Kanada absolvierten im Windkanal des Automobilherstellers General Motors in Warren im US-Bundesstaat Michigan Materialtests und trainierten verschiedene Rennpositionen.

Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erzeugt
Die Tests fanden im Aerodynamic Lab von General Motors statt. Trainer und Athletinnen nutzten die hochmodernen Anlagen, um verschiedene Rennpositionen zu testen und neues Material wie Abfahrts-Rennanzüge, Handschuhe, Helme und Ski-Brillen auszuprobieren. Dabei wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erzeugt.

Brydon begeistert von Tests
An den Tests nahmen Emily Brydon, Kelly Vanderbeek, Allison Forsyth und Brigitte Acton teil. Brydon, die im letzten Winter unter anderem Dritte bei der Kombination in San Sicario (ITA) wurde, zeigte sich zufrieden mit den Tests: "In einem Sport, bei dem Hundertstel Sekunden über vordere und hintere Plätze entscheiden, hilft jeder Vorteil." Rob Boyd, der in seine zweite Saison als Speedtrainer der kanadischen Damen geht, war mit dabei und gab Anweisungen zu verschiedenen Rennpositionen. Auch dies war für Brydon wichtig: "Das Training im Windkanal ermöglicht es unseren Trainern, fehlerhafte Körperpositionen sehr schnell zu erkennen und diese anzusprechen, was in einem normalen Trainingslauf sehr schwer wäre. Dieser innovative Ansatz sollte zu besseren Zeiten in der nächsten Saison führen."

Abreise nach Chile
Nach den Tests in Michigan flogen die Damen mit ihren Trainern nach Chile, wo sie bis Mitte September einen Schneelehrgang absolvieren. Dort treffen sie dann auf die kanadischen Herren, die sich dort bereits zum Training aufhalten.