Mit vier Jahren stand Henna Raita das erste Mal auf Skiern, ihr erstes Rennen fuhr sie mit sieben. Und die Liebe zu diesem Sport blieb bestehen, denn immerhin schaffte es die vielseitig interessierte Finnin im Laufe der Jahre bis in die skialpine Nationalmannschaft der Suomi. Heute ist Henna eine etablierte Weltcupläuferin und längst fester Bestandteil des 'Damen-Skizirkus' geworden.

Wir zeigen euch hier den Karriereverlauf bis zur Saison 2005/2006. Danach ist dieses Porträt nicht weiter aktualisiert worden. 

Raitas Passionen gehen in viele Richtungen
Doch neben dem Skifahren lebt sie auch ihr Interesse für Kreatives aus und so studiert Henna Kunst an der Universität von Lappland, in Rovaniemi, im Norden des Landes. Frei nach dem Motto - 'nach dem Spiel ist vor dem Spiel'- denkt die 'Nordfrau' eben auch schon an die Zeit nach der sportlichen Karriere. Und ihr Werdegang hätte durchaus noch eine ganz andere Richtung nehmen können. Denn man hätte sie ebenso gut auch in der Garde der Schauspielerinnen oder in der Musik treffen können. Jedenfalls liebt Raita beides 'heiß und innig'. Ihre Fans können daher nur von Glück sprechen, dass sich die Finnin für den Sport entschieden hat.

Seit den '90ern im finnischen Team
Zu Beginn ihrer internationalen sportlichen Karriere landete Raita bei den Junioren-Weltmeisterschaften 1992 im Riesenslalom auf dem 38. Platz. Leider bescherten ihr dann die Saisons 1996/1997 und 1998/1999 nicht viel Gutes - Henna musste wegen schweren Verletzungen am Knie und Fußgelenk passen. Doch davon ließ sich die ehrgeizige Sportlerin nicht abhalten, denn schon in der darauf folgenden Saison 1999/2000 konnte sie ihre ersten Weltcup-Punkte in Copper Mountain (USA) sammeln. Auch ihre Teilnahme am Europacup 2000 wurde belohnt: die Finnin schaffte es im Slalom auf Platz drei. Der Europacup im Jahr darauf war sehr zufriedenstellend, konnte sie sich doch noch steigern und den Disziplinen-Sieg im Slalom holen.

Das Warten auf die Top-Platzierung
Auch wenn es im Europacup gut lief und auch immer wieder gute Platzierungen heraussprangen, so konnte die Finnin im Weltcup in den letzten Jahren nicht glänzen. Ihr bestes Resultat da war ein sechster Platz in Saalbach-Hinterglemm 2002. Seitdem fährt Raita einer Top Ten-Platzierung hinterher. Doch vielleicht kann sie im Schatten von Tanja Poutiainen noch einmal angreifen und sich einen weiteren vorderen Rang sichern.

2005/2006 nicht unter die ersten Zehn
Henna Raita landete zwar jedes Rennen konstant in den Weltcuppunkten, doch als Spezialistin sollte die Finnin die Top Ten nicht aus den Augen verlieren. Einen Sprung dahin hat sie in der vergangenen Saison noch nicht geschafft. Den olympischen Slalom schloss sie als 20. ab. Seit April des Jahres darf sie sich zwar finnische Slalommeisterin nennen, jedoch profitierte sie vom Ausscheiden von Tanja Poutiainen.

Steckbrief
Geboren: am 24. Januar 1975 in Lahti
Nation: Finnland
Heimatverein: Lahden Hiihtoseura
Größe: 173 cm
Gewicht: 65 kg
Hobbies: Klettern, Fotografie, Musik und Yoga

Erfolge
Nun ein kurzer Blick in ihren Karrierespiegel - die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele
2006 in Turin (ITA): SL (20)
2002 in Salt Lake City (USA): GS (DNF), SL (8)
1998 in Nagano (JPN): GS (DNF), SL (DNF)

Weltmeisterschaften
2005 in Bormio(ITA): SL (11)
2003 in St. Moritz (SUI): SL (22)
2001 in St. Anton (AUT): GS (DNF), SL (11)
1997 in Sestriere (ITA): GS (DNF), SL (DNF)

Weltcup
Weltcup-Disziplinen-20. im Slalom 2002
Weltcup-Disziplinen-15. im Slalom 2001
Weltcup-Disziplinen-18. im Slalom 2000
insgesamt acht Top Ten-Plätze