Starker Schneefall und eine boomende Wirtschaft haben in Argentinien für die beste Ski-Saison seit mindestens fünf Jahren gesorgt.

Gute Konjunktur
Den größten Aufschwung erlebt derzeit Brasilien. Der Peso hat in der Relation zum US-Dollar im vergangenen Jahr um ein Sechstel zugelegt, so viel wie keine andere der 60 stärksten Währungen der Welt. Argentinien selbst muss sich auch nicht verstecken; mit einem Wirtschaftswachstum von derzeit jährlich acht Prozent hat sich das Land von seinem Tiefpunkt vor drei Jahren erholt. Dazu kommt, dass die brasilianische Währung das Reisen erschwinglich macht.

Nachfrage regelt Angebot
Die Fluggesellschaften bieten offenbar zusätzliche Flüge nach Argentinien an, um der gestiegenen Nachfrage Herr zu werden. Reiseveranstalter freuen sich über ausgebuchte Unterkünfte. Viele Brasilianer reisen nach Argentinien, weil sie zum ersten Mal Schnee sehen und erleben wollen.

Cerro Catedral meldet 'alles ausgebucht'
Cerro Catedral, mit 53 Pisten und 28 Skilifts das größte Skigebiet des Kontinents, hat in dieser, erst sieben Wochen währenden Saison, bereits 280.000 Skipässe verkauft. Verglichen mit der Saison vor zwei Jahren bedeutet dies einen Zuwachs von 30 Prozent. Rund 30.000 Brasilianer haben Catedral in dieser Saison bereits besucht.

Auch Weltcupfahrer schätzen Argentinien
Nicht nur Touristen stürmen Argentinien, auch viele Weltcupfahrer sind dort, um sich auf den Alpinen Weltcup vorzubereiten. So zum Beispiel die Schweizer mit Didier Defago, Bruno Kernen und Nadia Styger in Las Lenas und Ushuaia. Aber auch Frankreich wird mit Frederic Covili und Pierrick Bourgeat ab Mitte August vertreten sein und sich hier vorbereiten. In verschiedenen internationalen Rennen werden sich die Ski-Stars untereinander messen können, bevor es dann in Sölden mit dem Weltcup richitg losgeht.