Die Schwedin Janette Hargin konnte in ihrer Karriere zwar noch kein Weltcuprennen gewinnen, doch zählt sie im Weltcup-Zirkus zu den Skirennläuferinnen, die konstant in die Punkte fahren.

Relativ spät in den Weltcup
Janette Hargin gelang recht spät der Sprung in den Weltcup. Sie war bereits 21 Jahre, als sie das erste Mal um Weltcup-Punkte fuhr. Doch beim Auftakt in Sölden reichte es nicht zum zweiten Durchgang. Leider widerfuhr ihr dies auch in allen folgenden Rennen, in denen sie in jenem Jahr im Weltcup antrat.

Durchbruch zur Elite
Dies sollte sich in der nächsten Saison jedoch ändern. Hargin gelang gleich bei ihrem ersten Rennen des Winters, dem Super-G in St. Moritz, ein 28. Rang. Im weiteren Verlauf der Saison schaffte sie sogar einen siebten Platz bei der Kombination in Santa Caterina. Insgesamt war sie fünf Mal in den Punkten, womit Hargin sich im Weltcup etabliert hatte.

Knapp am ersten Weltcupsieg vorbei
In der Saison 2001/2002 schaffte Janette Hargin ihr bis dato bestes Weltcup-Resultat. Bei der Kombination in Are schaffte sie den Sprung auf das Podest als Zweite und musste nur Renate Götschl den Vortritt lassen. Überhaupt war jenes Jahr das Erfolgreichste ihrer Karriere, denn ein siebter Platz in St. Moritz bedeutete gleichzeitig das zweitbeste Ergebnis für die Schwedin.

Keine Top-Platzierungen mehr
In den nachfolgenden Jahren sollte es aber für Hargin nicht mehr zu weiteren Plätzen in der Nähe des Podiums reichen. So war in den Jahren 2002-2004 ein 18. Platz beim Slalom in Levi das beste Resultat in dieser Zeit. Ansonsten erzielte Hargin lediglich Plätze jenseits der ersten 20.

Wieder in den Top Ten
Erst im Winter 2004/2005 konnte sich die Schwedin wieder über Resultate in den Top Ten freuen. Zweimal wurde sie im Weltcup Neunte und zwar jeweils bei Abfahrten. Diese beiden Ergebnisse verhalfen Hargin zur Qualifikation zum Weltcupfinale in Lenzerheide und zu einem 20. Rang in der Abfahrts-Wertung des Jahres 2005.

Durchwachsener Winter bei der Schwedin
Janette Hargins Start in den Weltcupwinter 2005/2006 verlief zunächst nicht schlecht, denn sie konnte sich bereits bei den ersten Rennen Punkte bei Super G und Abfahrt in Lake Louise sichern. Während sie zur Mitte des Winters im Weltcup bei Slaloms und Riesentorläufen oftmals ausschied, war es ihr doch möglich, bei der Superkombination in St.Moritz als ihr bestes Saisonergebnis einen siebten Platz einzufahren. Die Teilnahme an drei olympischen Disziplinen brachte ihr die Ränge 12, 17 und 22 ein.

Steckbrief
Geboren: 04.10.1977 in Stockholm
Nation: Schweden
Heimatverein: Huddinge SK
Größe: 168cm
Gewicht: 62kg

Erfolge
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele
2006 in Turin (ITA): DH (17), K (12), SG (22)
2002 in Salt Lake City (USA): DH (25), SG (27), GS (31)

Weltmeisterschaft
2005 in Bormio (ITA): DH (19), SG (19), K (DNF)
2003 in St. Moritz (SUI): DH (21), SG (12)

Weltcup
16. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Abfahrt 2005
2. Platz Kombination in Are 2002