Es sind noch knapp sieben Monate bis zu den Olympischen Winterspielen in Turin, doch schon jetzt wird den deutschen Sportchefs Angst und Bange, wenn sie an das Großereignis denken. DSV-Generalsekretär Thomas Pfüller hat nun vor einem drohenden Chaos bei Olympia 2006 gewarnt.

Völlig überhöhte Preise
Das Olympische Dorf in Sestriere bietet laut Pfüller keine guten Trainingsbedingungen, sodass für die Athleten zusätzliche Quartiere angemietet werden müssen - für völlig überzogene Preise. Dadurch rechnet der DSV mit Zusatzausgaben von 300.000 Euro, denn die Preise für die Unterkünfte vor Ort sind völlig überzogen.

Wenig Unterkünfte - weite Anfahrt
Diese zusätzlichen Ausgaben sind nötig, da in der Bergregion um Sestriere, wo unter anderem die alpinen Entscheidungen fallen, kaum Unterkünfte zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund müssen Trainer sowie Offizielle weit entfernt von den Wettkampfstätten unterkommen. Aufgrund der zu erwarteten Verkehrsprobleme auf den schmalen Bergstraßen wird die Anfahrtszeit wohl bis zu drei Stunden betragen.

Athleten werden vorbereitet
Laut Pfüller wird sich allerdings nichts an den Rahmenbedingungen ändern, weshalb sich die Athleten auf ein erwartetes Chaos einstellen müssen. Pfüller wird die Athleten zwei Mal zu den Wettkampfstätten reisen lassen, damit diese sich ein Bild machen können. Schließlich wollen die deutschen Sportler erfolgreich sein und der Gewinn von Medaillen würde die Anstrengungen im Vorfeld rechtfertigen.