Solche Talente wie Nadia Fanchini gibt es nicht allzu häufig. Die vielseitige Italienerin ist schon als Teenager eine feste Größe im Weltcup und der erste Sieg wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Weltcup-Debüt mit 17
Schon früh konnte Nadia Weltcup-Luft schnuppern. Am 13. Dezember 2003 feierte sie beim Riesenslalom in Alta Badia in ihrer Heimat ihr Debüt, jedoch schaffte sie nicht den Sprung in das Finale. Punkte ergatterte sie dann aber im Februar 2004 in Are, als sie beim Super-G den 26. Platz belegte. Wenige Wochen später durfte sie als Junioren-Weltmeisterin sogar beim Weltcupfinale teilnehmen und schaffte dort einen guten 21. Platz.

Schon bald in den Top Ten
Eine Saison später war Nadia dann schon in ihrer Paradedisziplin Super-G im Kreise der besten Athletinnen im Weltcup. Zwei Top Ten-Plätze sprechen eine deutliche Sprache. Durch ihre guten Leistungen konnte sie sich dann auch für die Weltmeisterschaften in Bormio qualifizieren.

Knapp an einer Medaille vorbei
Und dort schaffte Fanchini gleich eine faustdicke Überraschung. Beim Super-G der Damen fuhr die Italienerin mit der Startnummer vier ein enorm starkes Rennen und erreichte den vierten Platz. Lediglich drei Hundertstel Sekunden fehlten ihr zum Gewinn der Bronzemedaille, die ihr die US-Amerikanerin Julia Mancuso vor der Nase wegschnappte. Dennoch war dies ein toller Erfolg für die junge Italienerin.

Überragend bei Junioren-WM
Zwei Wochen nach der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Bormio (ITA) schlug dann aber endgültig die Stunde der Nadia Fanchini. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Bardonecchia gewann die Italienerin zwei Goldmedaillen sowie eine weitere Silbermedaille. Zusammen mit der ein Jahr zuvor gewonnenen Goldmedaille in Maribor erhöhte Fanchini damit ihre Goldsammlung auf drei.

Tendenz steigend - Dreifache Italienische Meisterin
Nach einem eher unauffälligen Einstieg in die Weltcupsaison, gelang es Nadia Fanchini bald, ihr wahres Potential auszuspielen. Während sie sich bereits zuhause auf den Olympiastrecken an die ganz Großen herantastete, überzeugte sie auch nach dem Saisonhöhepunkt bei den Italienischen Meisterschaften im März 2006 in Santa Caterina, indem sie in der Abfahrt, im Super G und im Riesenslalom den Titel einfuhr. Ein Weltcupsieg blieb in dieser Saison allerdings noch aus.

Starke Geschwister
Nadia sorgt im Weltcup zusammen mit ihrer Schwester Elena für Furore. Beide sind große Talente und fahren schon in jungen Jahren erfolgreich bei den 'Großen' mit. Die Fanchini-Schwestern stehen für die Zukunft im italienischen Skisport und werden den Skifans in Italien noch mit außergewöhnlichen Leistungen erfreuen.

Steckbrief
Geboren: 25.06.1986 in Carpenedolo
Nation: Italien
Heimatverein: S.C. 90 Montecampione
Größe: 163cm
Gewicht: 64kg

Erfolge
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele
2006 in Turin (ITA): DH (10), K (20), SG (38), GS (8)

Weltmeisterschaft
2005 in Bormio (ITA): SG (4), GS (DNF)

Weltcup
15. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Abfahrt 2006
Ein Weltcup-Sieg, sechs Top Ten-Platzierungen