Ein weiteres Talent aus der jungen kanadischen Mannschaft ist Kelly Vanderbeek. Sie konnte bereits unter die besten zehn im Weltcup fahren.

Welcup-Debüt mit 18 Jahren
Im zarten Alter von 18 Jahren feierte Vanderbeek ihr Debüt im Weltcup. Die Speedfahrerin ging bei der Abfahrt in ihrer Heimat Lake Louise an den Start und wurde 53. Danach bestritt sie noch drei weitere Weltcuprennen in jener Saison, kam aber nicht unter die besten 30. Sie sammelte jedoch schon früh wertvolle Erfahrungen im Weltcup. Im NorAm-Cup zeigte sie dann schon eher ihre Klasse, gewann sie doch im Februar 2002 zwei Speedrennen in dieser Rennserie.

Zwei Medaillen bei Junioren-WM
Auf sich aufmerksam machen konnte Vanderbeek auch bei den Junioren-Weltmeisterschaften, bei denen sie 2002 und 2003 jeweils eine Bronzemedaille gewinnen konnte. In der Saison 2002/2003 fuhr die Kanadierin dann auch schon mehr Rennen im Weltcup mit, ohne jedoch weiter nach vorne zu fahren. Die ersten Weltcup-Punkte mussten also noch warten, jedoch war Vanderbeek als 32. beim Super-G von Cortina d'Ampezzo schon nah dran.

Lieblingsstrecke St. Moritz
Zu einer der absoluten Lieblingsstrecken von Vanderbeek gehört die Piste in St. Moritz. Dort holte sie im Dezember 2003 ihre ersten Weltcup-Punkte, als sie mit dem 17. Platz bei der Abfahrt im Ziel jubeln konnte. Schon bei der WM ein Jahr zuvor an gleicher Stelle war Vanderbeek in der Kombination auf den 20. Rang gefahren. In der folgenden Saison setzte die junge Kanadierin sogar noch einen drauf und holte sich den siebten Rang beim Super-G, wieder in St. Moritz. Damit schloss sich der Kreis Ende 2004. In St. Moritz holte Vanderbeek die ersten Weltcup-Punkte und fuhr nur ein Jahr später das bis dato beste Resultat ihrer Karriere heraus. Im Super-G-Weltcup beendete sie die Saison auf einem beachtlichen 21. Rang.

Kontinuierlicher Aufstieg zur Weltspitze
Kelly Vanderbeek konnte ihr bestes Super G-Ergebnis bereits im Dezember um einen Rang überbieten, wenn auch nicht auf ihrer Lieblingsstrecke, so doch im französischen Val d´Isère. Das erfreulichste Saisonergebnis blieb aber sicherlich der vierte Rang im Super G der Olympischen Spiele und der direkt daran anschließende vierte Platz in eben dieser Disziplin in Hafjell. Ihr kontinuierliches Punktesammeln wurde mit dem 16.Rang im Super G Weltcup ausgezeichnet, ein Verbesserung zum Vorjahr um immerhin fünf Plätze. Weiter so, Kelly!

Kelly wird immer besser
Die Kanadierin konnte 2008 ihre guten Ergebnisse aus dem Jahr 2007 bestätigen, in der sie oftmals unter die Top-Ten bei Abfahrts- und Super-G-Rennen fuhr. Mit zwei zweiten Plätzen feierte Vanderbeek ihre bisher besten Ergebnisse im Jahr 2008. Die Spezialistin für die Speed-Disziplinen errang in der Abfahrt im Abschlussklassement den fünften Platz. Ihre erfolgreichste Saison ging im März 2008 mit dem 19. Rang in der Gesamtwertung zu Ende.


Steckbrief
Geboren: 21.01.1983
Nation: Kanada
Heimatverein: Chicopee
Größe: 173cm
Gewicht: 66kg

Erfolge
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele
2006 in Turin (ITA): DH (24), SG (4)

Weltmeisterschaft
2007 in Are (SWE): SG (DNF), DH (DNF)
2005 in Bormio (ITA): SG (25), K (DNS), DH (23)
2003 in St. Moritz (SUI): SG (28), DH (24), K (20)

Weltcup
5. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Abfahrt 2008
8. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Abfahrt 2007
9. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Super-G 2007
2. Platz Abfahrt in Sestriere und St. Anton 2008