Im Rahmen der Vorbereitung auf den kommenden Olympiawinter gastierten die Top-Athleten des Deutschen Ski Verbandes am vergangenen Sonntag am Flugplatz in Laichingen auf der Schwäbischen Alb. Diese erlebten ihr bis dato außergewöhnlichstes Belastungstraining in völlig neuen Dimensionen.

Spektakuläres Flugprogramm
Klaus Lenhart, Inhaber der Stockfirma LEKI Lenhart GmbH und somit auch Ausrüster der Athleten ist selbst begeisterter Motorkunstflugpilot und mit seiner Extra 300 Maschine Teilnehmer an Kunstflug Welt- und Europameisterschaften. Mit einem spektakulären Flugprogramm forderte er die Spitzensportler und deren Trainer heraus.

Gemeinsame Nordic Walking Einheit
Der wolkenverhangene Himmel zwang die Flugaspiranten zunächst noch im Hangar ihre Geduld zu üben. Die circa 300 Gäste nutzten die Gelegenheit, um sich Poster, Autogrammkarten, Helme, Rucksäcke, T-Shirts und Arme persönlich signieren zu lassen. Dazwischen lauschten sie der von ZDF-Moderator Lothar Becker geführten Interviewrunde. Erstaunlich viele wagten sich sogar heraus, um gemeinsam mit den Athleten eine Nordic Walking Einheit zu absolvieren. Mit entsprechender Kleidung war das auch überhaupt kein Problem. Jeder hatte die Möglichkeit, die innovativen Nordic Walking Trigger Stöcke zu testen, die LEKI selbstverständlich vor Ort hatte. Für das leibliche Wohl sorgte der absolut engagierte und flexible Laichinger Flugsportverein.

Wer hält am meisten aus?
Anfangs flachsten die Herren der DSV-Nationalmannschaft noch, wer mehr positive wie negative G-Belastungen, die beim Kunstflug heftigst auf den Körper einwirken, aushält. Ist es Alois Vogl, Felix Neureuther oder Florian Eckert von der DSV-Nationalmannschaft? Denn schließlich will ja keiner der sonst sehr waghalsigen Athleten laut Felix Neureuther "vor den Teamkameraden, den Zuschauern, der Presse und vor allem den anwesenden Fernsehanstalten als Weichei dastehen."

Alois Vogl als Erster an der Reihe
Sobald sich gegen frühen Nachmittag die Wolkenwand öffnete saß Alois Vogl in der Extra 300 - bekam die letzten Einweisungen und hob ab. Knapp eine halbe Stunde später nach einigen Loopings, Turns, Messerflügen und Humpties, wie die Figuren im Fachjargon heißen, rollten Pilot und Fluggast auf der Landebahn, Richtung Zuschauer, an. Alois Vogl war absolut begeistert, hatte allerdings sichtlich an Gesichtsfarbe verloren.

Felix Neureuther begeistert
Sein Teamkamerad Felix Neureuther war der Nächste. Auch er kam etwas 'zerzaust' wieder auf den Boden und kommentierte gleich: "Das war absolut der Wahnsinn - so was habe ich noch nie erlebt. Das würde ich auf alle Fälle wieder machen - aber bitte nicht heute!"

Florian Eckert mit der größten Belastung
Florian Eckert hatte laut Klaus Lenhart die höchsten Flugbelastungen abbekommen, vor allem im negativen Bereich. Er nahm nach seinem Belastungstest "leicht apathisch und verwirrt" auf der Bierbank platz und war froh, als die "schwarzen Sternchen" seinem Blickfeld wieder entrückten.

Petra Haltmayr flog komplettes Programm mit
Petra Haltmayr war im Vorfeld schwer mit Flugangst behaftet und steigt laut eigenen Aussagen schon nicht gerne in große Maschinen und wenn sie schon mal mit dem Helikopter auf den Berg gebracht wurde, war ihr Blick vor lauter Panik immer komplett auf den Boden fixiert. Sie flog dann aber mutigst das komplette Programm mit, stieg total begeistert aus der Maschine und meinte: "Es war so klasse, ich fühle mich viel besser als vorher und wenn es mir in Zukunft mal schlecht gehen sollte rufe ich den Klaus an und frage, ob ich kurz mitfliegen darf." Von ihr aus könnte es in einer halben Stunde gleich wieder los gehen. Aber da hätten Ihre Kollegen Peter Strodl und Stefan Keppler, sowie der Nordische Kombinierer Georg Hettich kräftigst moniert, da diese auch schon 'ganz heiß' waren und die nächste Gewitterfront anrollte und den unermüdlichen Klaus Lenhart zur nächsten Pause zwang. Kurz danach riss es aber zum Glück nochmals auf, die Wolken fegte es höher denn je an diesem Tag und das Warten zahlte sich auch für die drei noch ausstehenden Athleten aus.

Auch Cheftrainer Margreiter in der Maschine
Cheftrainer Werner Magreiter wusste bestens Bescheid was auf seine Schützlinge zukam, da er bereits am Vortag mit Klaus Lenhart abhob. Er gab sogar Stunden später zu, dass sich sein Magen noch nicht so wie vorher anfühlte.