Miriam Vogt heißt die neue Präsidentin des Bayerischen Skiverbandes (BSV). Die 38-Jährige wurde beim BSV-Verbandstag in Schongau zur Nachfolgerin von Alfons Hörmann gewählt, der seit Mitte Juni neuer DSV-Präsident ist.

Neues Präsidium
Der Präsidiumsmannschaft um Miriam Vogt gehören vier weitere Personen an. Weiterhin das Amt des Vizepräsidenten bekleidet Rolf Feuchtenberger, der kaufmännischer Leiter bei der e.on ist. Neu im Team sind Gerhard Veitenhansl, ehemals Leiter der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Sonthofen, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Manfred Baldauf, der bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf 2005 für das Finanzierungskonzept zuständig war, sowie der ehemalige Langläufer Stephan Alraun.

Weltmeisterin in der Kombination
Miriam Vogt war über viele Jahre erfolgreich im alpinen Ski-Weltcup unterwegs. Ihren größten Erfolg der Karriere feierte Vogt 1993 mit dem Gewinn der Goldmedaille in der Kombination bei der Weltmeisterschaft im japanischen Morioka. Einmal stand sie auch im Weltcup ganz oben auf dem Siegerpodest: bei der Abfahrt in Vail 1992. Nach der Saison 1997/1998 trat Vogt vom aktiven Skirennsport zurück. Im Jahr 2002 wurde sie BSV-Vizepräsidentin und rückt nun an die erste Stelle im Verband.

Pfüller stellt Jugend in den Vordergrund
DSV-Sportdiektor Thomas Pfüller war beim Verbandstag anwesend und hielt einen Vortrag, bei dem er dazu aufrief, "mehr zu tun" als in der Vergangenheit, um die Jugend auf den Leistungssport vorzubereiten. Grundlage dafür sei, dass auch Trainer offener arbeiten. "Wir müssen den Weg zu den Eltern und zu den Schulen suchen". Diese Aufgabe werde bislang teils nicht erkannt und teils nicht wahrgenommen. Laut Pfüller seien "Weltspitzenleistungen im Juniorenbereich" unerlässlich. "Wer es im Juniorenbereich nicht schafft, der bleibt auch bei den Senioren auf der Strecke."