Der Kanadische Skiverband und der Internationale Skiverband (FIS) haben sich darauf verständigt, dass es Ende November in Lake Louise (CAN) doch keinen Herren-Riesenslalom geben wird. Die hohen Kosten, die bei der Austragung eines Weltcuprennens anfallen, war hauptsächlich der Grund für die Absage.

Schwere Entscheidung
Kanadas Alpinchef Ken Read bedauerte die Entscheidung: "Das war eine schwere Entscheidung, denn dies bedeutet, dass Kanadas bester Techniker, Thomas Grandi, keinen Riesenslalom in seinem Heimatland fahren wird. Trotz größter Anstrengung des Weltcup-Organisationskomitee, des Skigebiets Lake Louise sowie vom Kanadischen Skiverband war es finanziell nicht machbar, einen technisch anspruchsvollen Riesenslalom auf die Beine zu stellen." Read sagte weiter, dass dennoch an einer Durchführung eines Technik-Wettbewerbes in Zukunft gearbeitet wird und verschiedene Optionen durchdacht werden, doch wird dies nicht in naher Zukunft passieren.

Speed-Disziplinen für Damen und Herren
In Lake Louise starten die Herren zunächst Ende November ihre Übersee-Tour mit einer Abfahrt und einem Super-G, während eine Woche später die Damen drei Speedrennen austragen. Ursprünglich war der Riesenslalom auf den vorläufigen Terminkalender aufgenommen worden, doch nun einigten sich die FIS-Verantwortlichen sowie der Kanadische Skiverband das zusätzliche Rennen zu streichen. Der Riesenslalom wäre der erste technische Weltcup-Event seit 1993 in Kanada gewesen, als in Stoneham ein Slalom stattfand.

Wichtige Rennen für die Kanadier
Trotz steigender Kosten stehen auch in diesem Jahr wieder fünf Speedrennen in Lake Louise auf dem Programm. Ken Read erläutert die hohen Kosten: "Es wird finanziell immer schwerer, die Millionen aufzutreiben, um Speed-Wettbewerbe zu finanzieren, und gleichzeitig neue Sponsoren zu finden, so dass die weltbesten alpinen Skifahrer in Kanada die ersten Speedrennen der Saison austragen", so Read. "Unser Ziel bleibt es aber, die bestehenden Wettbewerbe zu behalten. Dies ist insbesondere während eines olympischen Jahres wichtig, wo wir hoffentlich mit 22 Athleten dabei sein werden, die dann wertvolle Erfahrungen im Hinblick auf Olympia 2010 in Vancouver sammeln können."