Das deutsche Team fuhr mit vielen Nachwuchsfahrern zum Europacupfinale in Achenkirch. Bei der Europacupgesamtwertung war aus deutscher Sicht aber lediglich bei den Damen Spannung vorhanden. Nachwuchsfahrerin Andrea Rothfuss, die in dieser Saison auch im Weltcup mehrere Podestplätze erreichte, lag sehr aussichtsreich in Führung. Lediglich die Streichresultate brachten noch etwas Unsicherheit. Andrea konnte eigentlich nur durch Siege ihren Punktestand verbessern.

Starke Konkurrenz aus Fernost
Und in der sitzenden Klasse lag Christiane Singhammer sehr aussichtsreich im Rennen. Insbesondere in der Slalomwertung wollte sie unbedingt die Führung verteidigen. Obwohl nicht alle Topleute, auch nicht des deutschen Teams, am Start waren, war es nicht unbedingt einfach, entsprechende Platzierungen zu erreichen, da das koreanische und insbesondere das starke japanische Team anwesend war.

Super-G am 7. April 2005
Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit. Durch die sehr warmen Temperaturen der letzten Tage war es fast nicht möglich eine einigermaßen harte Piste zu präparieren. Die Pistenbedingungen waren somit sehr schlecht und sicher nicht immer fair. Insbesondere für die sitzende Klasse war es mehr als schwierig. Die Ausfallquote war deshalb sehr hoch.

Durchwachsenes deutsches Ergebnis
Das Ergebnis des deutschen Teams war sehr durchwachsen. Lediglich Andrea Rothfuss fuhr ein beherztes und auch gutes Rennen. Trotzdem lag sie mit Platz drei einen Rang hinter ihrer direkten Konkurrentin in der Gesamtwertung Iveta Chlebakova (SVK). Theresa Kempfle erreichte den achten Platz. Bei den sehbehinderten Herren fuhr Gerd Gradwohl mit seinem Guide Karl-Heinz Vachenauer mit drei Zehnteln Rückstand knapp an einem Podestplatz vorbei und erreichten den guten vierten Platz. Bei den sitzenden Herren konnte sich mit Platz 15 lediglich Philip Köstlin in der vorderen Hälfte platzieren. Die restlichen Starter landeten im hinteren Feld oder schieden aus. Bei den stehenden Herren konnte lediglich B-Kadermitglied Matthias Uhlig mit dem 13. Platz zeigen, daß er auch mit schlechten Verhältnissen zurechtkommt.

Der Riesenslalom am 8. April 2005
Leider waren die Wetter- und Pistenverhältnisse wieder ähnlich wie am Vortag. Wieder war es Andrea Rothfuss, die unbeeindruckt das Rennen anging und mit Bestzeit in beiden Läufen einen deutlichen Sieg herausfuhr. Damit war auch der Gewinn des Gesamteuropacups sowie die Riesenslalomwertung gesichert.

Thomas Nolte deutet Potenzial an
Christiane Singhammer konnte bei den sitzenden Damen nicht um den Sieg mitfahren. Aber mit Platz vier erreichte sie trotzdem ein gutes Ergebnis. Bei den sitzenden Herren konnte endlich einmal Thomas Nolte zeigen, daß er durchaus weiter vorne platziert sein kann, als er bisher gezeigt hat. Mit dem 12. Platz war er der bestplatzierte Deutsche. Frank Rimann erreichte den 15. Platz und Philip Köstlin den 21. Platz. Bei den stehenden Herren war es Simon Voit, der mit zwei guten Läufen als bester Deutscher auf dem elften Platz landete. Sehr erfreulich war außerdem, daß Nachwuchsfahrer Kevin Wermeester auf den für ihn hervorragenden 14. Platz kam.

Kein Slalom am 9. April - Titel für Rothfuss
Der angesetzte Slalom musste aufgrund des plötzlichen Neuschnees abgesagt werden. Der viele Neuschnee konnte am Morgen nicht aus der Piste geschafft werden. Das bedeutet für das deutsche Team, daß Andrea Rothfuss neben der Gesamt- und der Riesenslalomwertung auch die Slalomwertung gewonnen hat.

Auch Singhammer bleibt vorne
Christiane Singhammer hat die Slalomwertung gewonnen und erreichte in der Riesenslalom und in der Gesamtwertung jeweils den 2. Platz. Bei den Herren konnte sich leider niemand auf den Podesträngen platzieren.

Positives Saisonfazit
Damit sind die letzten Wettkämpfe dieser Saison abgeschlossen. Das deutsche Team kann insgesamt sehr zufrieden sein. Insbesondere im Weltcup haben die Athleten der Nationalmannschaft abgeräumt. Aber auch einige der Nachwuchsfahrer haben bewiesen, dass sich die Nachwuchsarbeit langsam auszahlt. Hierfür den Trainern des Juniorenteams einen herzlichen Glückwunsch. Leider konnte das deutsche Team im Europacup nicht ganz die Erwartungen erfüllen. Insbesondere bei den Herren haben sich einige Erwartungen nicht bestätigt. Dies spornt die Verantwortlichen aber lediglich dazu an, die Arbeit zu überprüfen und zu intensivieren.