'Ready for Take-off' hieß es am Samstag, den 19. März in Wengen (SUI). Vor gut 5.000 begeisterten Zuschauern lieferten sich die besten internationalen Athleten im New-School-Skiing packende 'Battles' um die 'Lufthoheit' über dem Schweizer Skiort.

Norwegischer Triumph - Håtveit siegt in Wengen
Andreas Håtveit - so heißt der Sieger des Big Air Masters 2005. Mit dem besten 'Feeling' für den Wengener Kicker 'schraubte' sich der 21-Jährige Norweger durch den Abendhimmel und segelte der Konkurrenz buchstäblich davon. "Ich bin die Sache locker angegangen und bin zur Zeitsuper drauf," kommentierte Håtveit, der erst vor zwei Tagen einen sensationellen vierten Platz bei der Halfpipe-WM im finnischen Ruka belegte. "Eigentlich wollte ich so knapp nach der WM gar nicht nach Wengen kommen, aber dann hat mich das Big Air Masters doch so gereizt, dass ich einfach meinen Flieger umgebucht habe - und es hat sich gelohnt!"

Noto und Rieder überzeugen
Dabei war der Weg zum Titel für Andreas Håtveit alles andere als ein Spaziergang. Beim spektakulären Showdown trafen einige der besten New-School-Skifahrer der Welt aufeinander. Darunter auch Big Air-Europameister Misra Noto (SUI) vom Völkl Ski-Team. Er bewies mitseinem Cork 900° Mut zum Risiko: "Diesen Sprung habe ich erst viermal in einem Contest gestanden," so der Schweizer. Die drei Wertungsrichter belohnten den Mut mit einem vierten Platz in der Gesamtabrechnung und 1.000 Euro Preisgeld. Für die Tagesüberraschung sorgte sein Landsmann Tim Rieder. Der 21-Jährige Schweizer katapultierte sich als Qualifikant in das Finale der Pro-Rider und überzeugte dort mit exzellenten Style-Sprüngen. Am Schluss sprangen für den Newcomer ein hervorragender dritter Platz und 2.500 Euro Preisgeld heraus.

Wester zeigt Nerven - Håtveit holt den Titel
Jakob Wester (SWE), der hocheingeschätzte Shootingstar der Big Air-Szene, zeigte Nerven: Ausgerechnet im Finale der letzten Vier patzte er bei seinem Switch 900°. Obwohl bei jedem Rider der schlechteste von drei Sprüngen aus der Wertung gestrichen wurde, reichte es für Jakob Wester am Ende 'nur' für Rang zwei. Andreas Håtveit hingegen erlaubte sich keinen einzigen Patzer: Mit einem perfekt ausgeführten Rodeo 540° und einem atemberaubenden Switch 1080° hatte er am Ende die Nase vorn und sicherte sich den ersten Big Air Masters-Titel und 6.000 Euro Preisgeld.

Deutsches Talent begeistert die Zuschauer
Neben den vier Finalisten sorgten auch die anderen Endrunden-Teilnehmer für Adrenalinschübe bei den Zuschauern. So wie der für das Völkl Junior Team startende Xaver Gehring. Das erst 15-Jährige Ausnahmetalent aus Deutschland kämpfte sich als jüngster Fahrer im Contest durch die Qualifikation bis ins Finale und zeigte Sprünge mit einem für sein Alter sensationell hohem Schwierigkeitsgrad. Nico Zacek aus München - einer der besten New-School-Skifahrer Deutschlands - zeigte ebenfalls eine konstant starke Vorstellung mit einwandfreien Switch 7-Jumps. Für den Sprung nach ganz vorne langte es für den X-Games-Teilnehmer diesmal allerdings nicht.

Veranstalter zeigt sich hochzufrieden
Bereits in der offenen Qualifikation vor dem abendlichen Finale zeigte sich das hohe Leistungsniveau des Big Air Masters. Bei herrlichem Frühlingswetter kam es auf Nervenstärke und Durchsetzungsvermögen an. Insgesamt gelang es neun Ridern, aus der Qualifikation in das Flutlichtfinale der Pro-Rider vorzurücken. Mehr als zufrieden mit dem Verlauf des Contest zeigte sich auch Veranstalter Völkl: "Es war einfach ein Mega-Event. Das Big Air Masters hat Skifahren von seiner spektakulärsten Seite gezeigt. Das Niveau war extrem hoch und die Zuschauer waren begeistert. Viele haben so etwas noch nie zuvor gesehen. Manche standen einfach nur mit offenem Mund da und haben gestaunt, was alles auf zwei Brettern möglich ist.Genau das wollten wir erreichen," so das Fazit von Andy Dillinger von Völkl.

Planung für 2006 läuft bereits
Dass der durch die aktive Unterstützung der Partner Ford, Stimorol, PlayStation2, Wengen und den Jungfraubahnen organisierte Event für alle Beteiligten ein voller Erfolg war, unterstreicht die Tatsache, dass Andy Dillinger schon an 2006 denkt: "Wir haben vor, das Big Air Masters zum festen Bestandteil im Terminkalender der besten New-School-Skifahrer zumachen. Dieses Wochenende war der gelungene Startschuss dafür!"

Ergebnis Finale:
1. Andreas Håtveit (NOR) 52,3
2. Jakob Wester (SWE) 49,4
3. Tim Rieder (SUI) 46,1
4. Misra Noto (SUI) 41,5

Ergebnis Halbfinale:
1. Tim Rieder (SUI) 50,9
2. Jakob Wester (SWE) 49,9
3. Misra Noto (SUI) 49,6
4. Andreas Håtveit (NOR) 49,5
5. Martin Misof (AUT) 49,2
6. Roy Kittler (GER) 48,0
7. Florian Wieser (AUT) 47,1
8. Thomas Hlawitschka (GER) 44,5