In Ruka wurde im Rahmen der Freestyle FIS Weltmeisterschaften der Parallelbewerb in der Buckelpiste ausgetragen. 22 Nationalteams hatten insgesamt 30 Damen und 52 Herren für diesen Wettkampf gemeldet. Anders als im Weltcup üblich müssen sich die Athleten bei Weltmeisterschaften gleich von Anfang an im KO-System für die nächste Runde qualifizieren. Die 27 Grad steile und 218 Meter lange Piste war hierfür, nach Abschluss des Einzelfinales, in zwei Korridore unterteilt worden. Von den Wettkämpfern war vom ersten Dual an voller Einsatz gefragt, da die Piste im Vergleich zum Einzelbewerb deutlich härter und wesentlich schwieriger zu fahren war, was mehrere spektakuläre Stürze im Vorwettkampftraining eindrucksvoll belegten.

Knappe Niederlage für Stark
Der Sportsoldat Christoph Stark vom SC Tiefenbach hatte in der ersten Runde den Kasachen Dimitry Tsoberg zum Gegner. Nach einem schlechten Start und einer schönen Doppeltwistgrätsche an der oberen Schanze konnte Christoph seinen Kontrahenten im Mittelstück einholen und als erster mit einem Backflip Cross über den unteren Sprung gehen. Der Lauf wurde klar mit 21 zu 14 Punkten für den Tiefenbacher entschieden. In der zweiten Runde traf Christoph dann auf den starken Kanadier Pierre-Alexandre Rousseau. Der Tiefenbacher musste sich nach einem spannenden Lauf mit einem Backflip Cross oben und einem Vierfachtwist unten denkbar knapp mit 17 zu 18 geschlagen geben.

Keine Chance für Weber gegen starken Finnen
Grischa Weber trat in der ersten Runde auf der roten Piste gegen den Newcomer Denis Moiseyev aus Kasachstan an. Der Tiefenbacher konnte dieses Dual klar mit einer soliden Leistung, einem Helikopter oben, einem schnellen Mittelstück und einem Vierfachtwist unten für sich entscheiden. In der nächsten Runde wartete dann mit dem Finnen Mikko Ronkainen eine für ihn an diesem Tag unlösbare Aufgabe. Der Finne erwischte den besseren Start, diktierte im langen, schnellen Mittelstück das Tempo und zeigte auch bei den Sprüngen die bessere Performance, so dass der Sportsoldat der Sportfördergruppe Mittenwald diesen Lauf klar mit 11 zu 24 Kampfrichterstimmen verloren geben musste.

Guter Lauf von Blöchl blieb unbelohnt
Gerhard Blöchl, der Sportsoldat aus der Sportfördergruppe Mittenwald, hatte in der ersten Runde mit dem Slowenen Dejan Ladic einen relativ einfachen Gegner. Gerhard bestimmte vom Start weg das Tempo und entschied das Dual klar für sich, nachdem der Slowene im Mittelstück die Piste verlassen musste, um einen Sturz zu vermeiden. Gerhards Gegner in der zweiten Runde lautete Marc-Andre Moreau, der vorher mit einem exzellenten Lauf Vizeweltmeister geworden war. Beide Läufer kamen gut vom Start weg und der Kanadier versuchte noch vor der ersten Schanze, an der Gerhard einen schönen Backflip Cross zeigte, die Führung zu übernehmen. Gerhard konterte im Mittelstück und erreichte als erster den zweiten Sprung, an dem er einen Dreifachtwist sprang. Nachdem der Kanadier in der Landung des zweiten Sprunges einen klaren Fehler hatte, rechnete sich Gerhard im Ziel gute Chancen aus, den Lauf zu gewinnen. Leider entschieden die Kampfrichter mit 17 zu 18 gegen den Deutschen.