Im finnischen Ruka fand die Weltmeisterschaft in der Disziplin Einzel-Buckelpiste statt. Die Veranstaltung lockte sehr viele Zuschauer an, die spannende Wettkämpfe bei herrlichem Winterwetter und Temperaturen um -10 Grad zu sehen bekamen. Die 218 Meter lange und 27 Grad steile Piste war nach drei Tagen Vorbereitungstraining für das Rennen heute perfekt präpariert. Aus dem Starterfeld von 30 Damen und 52 Herren aus 22 Nationen qualifizierten sich nach dem Vorlauf die jeweils besten 16 Athleten für das Finale.

Sehr gute Leistung von Weber
Dem Tiefenbacher Grischa Weber gelang im Vorlauf eine saubere, fehlerfreie Fahrt mit zwei exzellent ausgeführten Sprüngen, die mit 24,00 Punkten und dem 16. Platz belohnt wurde. Nach einem durchwachsenen Training, bei dem er immer wieder Probleme mit der Landung seines Helikopters an der ersten Schanze hatte, klappte der Sprung und die Weiterfahrt in den unregelmäßigen Buckeln im Wettkampf heute problemlos. Im Mittelstück ließ der Sportsoldat der Sportfördergruppe Mittenwald dann seine Ski frei laufen und beendete den Vorlauf mit einem weit gezogenen Dreifachtwist und einem sicheren, dynamischen Zielstück. In seiner Finalfahrt hatte der Sportsoldat etwas zu viel Tempo aus der Piste für den Helikopter an der oberen Schanze mitgenommen, so dass er zur Landung hin leicht korrigieren musste. Das Mittelstück versuchte der Tiefenbacher wesentlich schneller anzugehen als im Vorlauf. Leider konnte er das hohe Tempo nicht ganz fehler
frei halten. Am unteren Sprung punktete er mit einem schönen Vierfachtwist. Grischa belegte am Ende mit 23,97 Punkten den verdienten 14. Platz im engen Herrenfeld.

Keine optimale Landung von Blöchl
Der Sportsoldat Gerhard Blöchl vom ESV Mitterskirchen konnte heute nicht an die guten Leistungen, die er bei seiner ersten Weltmeisterschaft in Deer Valley vor zwei Jahren gezeigt hatte, anknüpfen. Im ersten Teilstück bis zur oberen Schanze, an der er einen Backflip Cross sprang, nahm er den Rhythmus gut auf. In der schwierigen Landung mit den schnellen, ungleichmäßigen Buckeln gleich im Anschluss führte er die Ski nicht ganz geschlossen. Auch nach dem zweiten Sprung, bei dem er recht lang brauchte, um den Dreifachtwist auszuführen, landete er nicht optimal mit geschlossenen Beinen. Laut Reglement führen diese Fehler sowohl in der Technik- als auch in der Sprungwertung zu Punktabzügen. Gerhard musste sich daher mit 22,25 Punkten und dem für ihn unbefriedigenden 29. Platz zufrieden geben.

Stark geschwächt
Christoph Stark vom SC Tiefenbach ging von einer Nasennebenhöhlenentzündung geschwächt an den Start und konnte mit seinem Lauf nicht an die kraftvollen, dynamischen Fahrten, die man sonst von ihm gewohnt ist, anschließen. Die beiden Sprünge, eine Doppeltwistgrätsche oben und ein Backflip Cross unten, waren nicht so dynamisch und sauber ausgeführt wie immer. Nach der Landung an der oberen Schanze musste er mit einem langen Schwung korrigieren, um die Einfahrt in das schnelle Mittelstück nicht zu verpassen. Er landete mit 22,06 Punkten auf dem 31. Rang.