Bei den Weltmeisterschaften im Skiercross im finnischen Ruka hat sich die österreichische Weltcup-Zweite Karin Huttary durchsetzen können. Bei den Herren gewann Top-Favorit Tomas Kraus aus Tschechien den Titel. Beste deutsche Teilnehmerin wurde Alexandra Grauvogl auf Platz zehn. Es war die erste Weltmeisterschaft dieser Disziplin.

Huttary in jedem Heat vorne
Die Österreicherin Karin Huttary hat bei der Skiercross-WM ihre ausgezeichnete Form unter Beweis gestellt. Sie gewann jeden ihrer Durchgänge und holte so nach dem knapp verpassten Weltcup-Sieg den Titel der Weltmeisterin. Im Finale verwies Huttary die Schwedin Magdalena Iljans sowie die Weltcupsiegerin Ophelie David aus Frankreich auf die Plätze, mit dem vierten Rang musste sich vor heimischen Publikum die Finnin Anu Pesonen begnügen.

Grauvogl und Gutensohn verpassen das Finale
Weder die einzige deutsche Final-Starterin Alexandra Grauvogl, noch die ehemalige Weltklasse-Abfahrerin Katharina Gutensohn konnten sich für den Finalheat qualifizieren. Grauvogl konnte ihren ersten Durchgang im Finale der 16 besten Damen nicht beenden, Gutensohn scheiterte als Dritte ebenfalls beim ersten Heat. Im Schlussklassement belegten die beiden Platz zehn und elf. Angela Senftinger hatte bereits die Qualifikation für das Finale der besten 16 um einen Platz verfehlt.

Tomas Kraus setzt sich durch
Bei den Herren war ein Zweikampf zwischen den dominierenden Athleten im Weltcup erwartet worden: Isidor Grüner aus Österreich und Tomas Kraus aus Tschechien. Und wie beim Weltcup hatte Kraus das bessere Ende auf seiner Seite. Zwar musste er sich im vorletzten Heat dem Schweden Jesper Brugge geschlagen geben. Im entscheidenden Finalheat setzte er sich jedoch wieder durch und verwies Brugge auf den zweiten Rang. Dritter wurde Audun Groenvold aus Norwegen vor einem weiteren Schweden, Tommy Eliasson.

Isidor Grüner früh ausgeschieden
Bei der Qualifikation war er noch der Schnellste - im Finale der besten 32 Starter musste der Österreicher Isidor Grüner schon früh die Segel streichen. Er erreichte bei seinem zweiten Heat nicht das Ziel und verpasste so die Chance, sich im direkten Duell mit Kraus zu beweisen. Dank der schnellsten Qualifikationszeit wird Grüner im Endklassement als Neunter geführt. Ein Teilnehmer aus Deutschland war nicht am Start.