Es war die beste Saison aller Zeiten für das US Ski-Team, das nach dem Finale in Lenzerheide in der Nationenwertung auf Platz zwei hinter den Österreichern abschloss. Damit hat man sich im Vergleich zum Vorjahr bereits um einen Platz verbessern können. Nun peilt man trotz des noch deutlichen Rückstands auf Team Austria die Spitzenposition an.

US-Team in der Breite verbessert
Zum ersten Mal seit 22 Jahren konnte mit Bode Miller ein US-Fahrer den Gesamt-Weltcup gewinnen. Doch nicht nur Miller macht US Alpin-Direktor Jesse Hunt Hoffnung auf einen Sieg in der Länderwertung. Er sieht sein Team in der Breite deutlich verbessert: "Wir haben in allen Disziplinen und bei beiden Geschlechtern gepunktet. Das äußert sich in diesem zweiten Platz - und natürlich die stetige Leistung einer Gruppe von Top-Fahrern." Neben Miller, der außer dem Gesamt-Weltcup auch die Kristallkugel für den besten Super-G Fahrer erhielt und sieben Siege einfuhr, konnten auch Daron Rahlves, Lindsey Kildow und Sarah Schleper Rennen für sich entscheiden

Trophäen sammeln auf dem Weg zur Nummer eins
Dennoch liegt Österreich in diesem Winter noch unangefochten an der Spitze. Mit 14.454 Punkten sammelten ÖSV-Fahrer mehr als doppelt soviele Zähler wie die Amerikaner (6.516). Auf Rang drei folgt Italien mit 4.685 Punkten. Auch Hunt sieht sich noch nicht am Ziel: "Wir sind sicherer Zweiter, müssen aber noch einen langen Weg gehen, um an die Spitze zu kommen. Wir wollen möglichst viele Trophäen sammeln!" Für zukünftige Erfolge stehen die zweifache WM-Medaillengewinnerin Julia Mancuso und die Techniker James Cochran und Ted Ligety bereit.

Teamwertung als Maßstab für Olympia
Best in the world - die Besten der Welt. Das ist das Motto des US Ski-Teams. Für Hunt kein unrealistisches Credo: "Wir wollen die Besten sein und werden uns an olympischen Medaillen messen lassen. Die Nationenwertung sagt uns eine Menge über unser Potenzial." Nachdem die Ergebnisse zuletzt sehr gut waren, gilt es nun vor allem, Verletzungen zu vermeiden. Die Erwartungen von Hunt sind nämlich für die Zukunft noch höher: "Es ist immer schwierig, mit großen Erwartungen umzugehen, aber das ist ein Teil des Spiels. Die Athleten und das Team haben die Erfahrung, diese Erwartungen umzusetzen. Ein vierter Platz war früher einmal ein Erfolg - heute wollen unsere Athleten auf das Podium."