Hermann Maier aus Österreich ist der große Sieger des Weltcup-Gastspiels im norwegischen Kvitfjell. Er gewann sein erstes Abfahrtsrennen der Saison und siegte auch im folgenden Super-G. Damit fuhr Maier bereits seinen 50. Weltcup Sieg ein.

Raich hält Kontakt zu Bode Miller
US-Star Bode Miller scheint zum Ende der Saison die Luft auszugehen. Nachdem er im Gesamtweltcup bereits über 400 Punkte Vorsprung hatte, führt er nach dem Wochenende in Norwegen nur noch mit 52 Zählern vor Benjamin Raich (AUT). Dessen Ziel, bei den Speed-Rennen nicht zuviel Boden auf Miller zu verlieren, ging voll auf. Nach einem guten zwölften Rang in der ungeliebten Abfahrt ließ Raich seinen Kontrahenten im Super-G sogar hinter sich und hat nun beim Saisonfinale in Lenzerheide (SUI) alle Chancen, Miller noch abzufangen. Raich hatte bereits am Freitag zwei Zähler gegenüber Miller hinzugewonnen, nachdem die Doping-Sperre gegen Hans Knauss in Kraft getreten ist. Der Österreicher wurde aus den Ergebnislisten der ersten Saisonrennen dadurch nachträglich gestrichen.

Walchhofer verpasst vorzeitigen Abfahrts-Triumph
Noch vor einem Jahr hatte ein ÖSV-Abfahrer an dieser Stelle den Abfahrtsweltcup vorzeitig für sich entscheiden können. Michael Walchhofer konnte es seinem Landsmann Stephan Eberharter in Kvitfjell nicht gleichtun. Mit einer schnellen Zwischenzeit unterwegs kam der ÖSV-Star zum Sturz und musste sich mit einer 'Nullnummer' begnügen. Der vierte Platz von Konkurrent Miller lässt diesem aber nur noch theoretischen Chancen. Mit 93 Punkten Vorsprung vor der letzten Abfahrt in Lenzerheide genügt dem bislang besten Abfahrer dieser Saison bereits ein 23. Platz zum Erringen der kleinen Kristallkugel. Walchhofer schonte sich nach dem Sturz im Super-G und trat dort nicht an.

Super-G: Miller droht weiterer Vize-Titel
Bode Miller muss beim Finale in der Schweiz aufpassen, dass er nicht am Ende überall zweite Plätze in den Weltcup-Klassememts belegt. Nach der Führung im Riesenslalom-Weltcup verlor er nun auch die Spitze der Super-G Wertung. Hermann Maiers Sieg bringt diesen in die Favoritenrolle vor dem Finale, zumal er sich zuletzt in Top-Form präsentierte. Miller dagegen konnte zuletzt selten fehlerfrei bleiben und verfehlte erneut zweimal das Treppchen. In dieser Verfassung kann er schwerlich die 54 Punkte aufholen, die Maier derzeit vor ihm platziert ist.

Eckert in Lenzerheide dabei
Aufatmen bei Florian Eckert: Der beste Deutsche Super-G Fahrer hat sich im letzten Rennen für das Finale der Besten qualifizieren können. Dafür genügte ihm ein 17. Platz, nachdem einige Konkurrenten hinter ihm geblieben waren. Zwar war Eckert nicht fehlerfrei unterwegs, seine hohe Grundschnelligkeit kam ihm aber zugute. Auch in der Abfahrt war Eckert als 30. bester Deutscher. Max Rauffer kam in Kvitfjell nicht zurecht und belegte die Plätze 42 und 28. Andreas Ertl ging es im Super-G ähnlich, mit hoher Startnummer erreichte er nur den 50. Rang.

Lichtblick für die Eidgenossen
Vor dem Finale vor heimischem Publikum haben die Athleten aus der Schweiz sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Zwei Podestplätze von Ambrosi Hoffmann und Didier Defago lassen auf einen versöhnlichen Saisonausklang hoffen. Auch Silvan Zurbriggen und Konrad Hari konnten sich in Kvitfjell für das Finale qualifizieren.

Lenzerheide: prominente Namen nicht dabei
Im Finale in der Schweiz werden einige bekannte Fahrer nicht an den Start gehen. Kjetil Andre Aamodt verpasste als 26. die Qualifikation für die Abfahrt, ist aber im Super-G dabei. Dort fehlen dagegen sein Landsmann Bjarne Solbakken und der Italiener Peter Fill.