Ein straffes Programm stand für die Athleten des Deutschen Paralymic Skiteams alpin am 24. und 25. Februar an. Denn ein Rennen im Riesenslalom und gleich zwei im Super G mussten in Ried-Fendels-Prutz/Kaunertal bestritten werden.

Erfolge im Riesenslalom
Einen optimalen Tag erwischte das Team am Donnerstag im Riesenslalom. Schönfelder in der Klasse der stehenden Herren, wie auch Martin Braxenthaler, Herren sitzend, konnten die Konkurrenz hinter sich lassen und standen am Ende ganz oben auf dem Treppchen. Auch Andy Wolff konnte überzeugen, fuhr zwei gute Durchgänge und wurde Zwölfter. Ein großer Erfolg für ihn. Auch Frank Pfortmüller und Markus Pfefferle, trotz Verletzung (Luxation) an der Schulter, zeigten ihr Können und schlossen das Rennen als 15. und 16. ab.

Möller wie immer top
Wie auch die Tage zuvor konnte man Reinhild Möller auf dem Podest sehen. Sie holte ihren zweiten dritten Platz hinter der Russin Evgenia Ponomareva und der Slowakin Iveta Chlebakowa.

Verletzungspech für Feil
Die restlichen Athleten des Teams Christiane Singhammer, Frank Rimann, Matthias Uhlig, Gerd Gradwohl und Simon Voit landeten im hinteren Starterfeld oder fielen aus. Dominik Feil erwischte es leider schon am fünfter Tor, bei dem er einen Ski verlor und sich am Knie (Verdacht auf Außenbandeinriss) verletzte. Er hofft aber dennoch in der nächsten Woche in Klosters beim Weltcupfinale starten zu können.

Super-G-Ergebnisse:
Gleich zwei Super-G-Rennen wurden am 25. Februar auf dem Kaunertaler Gletscher ausgetragen. Eisige Temperaturen von -22°C machten den Athleten des deutschen Paralympic Skiteams alpin schwer zu schaffen. Die Skier schienen förmlich am Untergrund festzufrieren.

Serviceteam leistet ganze Arbeit
Auch Gerd Schönfelder litt unter den schlechten Witterungsverhältnissen. Er belegte im ersten Rennen mit exakt einer Sekunde Rückstand den fünften Platz. Servicemann Theo Stelly nutzte jedoch die Zeit zwischen den beiden Läufen, bearbeitete die Ski nochmals und verhalf Schönfelder damit zu seinem zweiten Rang. Gewinnen konnten in der Klasse der stehenden Herren in der Früh der starke Japaner Tokai Masahiko, am Nachmittag der aus der Schweiz stammende Thomas Pfyl.

Braxenthaler enttäuscht
Martin Braxenthaler erwischte keinen guten Tag und belegte die Plätze fünf und sieben. Andy Wolff, der ebenfalls bei den sitzenden Herren startet, wurde in beiden Rennen nur 20. und war nicht unbedingt zufrieden. Frank Rimann, wie auch Christiane Singhammer, startete nur im ersten Rennen. Den beiden Rollstuhlfahrern war der zweite Lauf zu gerade und zu schnell und sie verzichteten deshalb auf einen weiteren Start.

Gradwohl bleibt dran
Der in der Klasse der blinden Herren startende Gerd Gradwohl (mit seinem Guide Karl-Heinz Vachenauer) hatte sich das Ziel gesetzt, den Abstand zu den stark fahrenden Blindenteams aus Spanien, Frankreich und der Slowakei nicht zu groß werden zu lassen. Er belegte am Ende des Tages die Plätze fünf und sechs.

Nicht alle Athleten konnten überzeugen
Frank Pfortmüller und Markus Pfefferle wurden beide jeweils einmal 14. und 15. Die beiden einbeinigen Athleten Simon Voit und Matthias Uhlig landeten wieder nur im hinteren Drittel des Starterfeldes.

Große Erwartungen für das Weltcupfinale
Nun ist der gesamte Weltcuptross auf dem Weg nach Klosters (SUI), wo in der nächsten Woche das Finale im alpinen Weltcup ausgetragen wird. Zur Mannschaft dazu stoßen werden die Nachwuchsfahrerinnen Andrea Rothfuss und Theresa Kempfle. Beide sind noch Schülerinnen und konnten daher nicht im Kaunertal dabei sein. Die überragenden Ergebnisse dieser Woche, fünf erste, fünf zweite und drei dritte Plätze in der Schweiz zu toppen, ist natürlich das erklärte Ziel von Athleten und Trainern.