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Der erste Weltcupsieg wird wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Österreichs Jungstar Mario Scheiber kommt dem Ziel, ein Platz ganz oben auf dem Podest, immer näher. Eindrucksvoll konnte er sich in der Saison 2004/2005 immer näher an die Weltspitze heranfahren.

Frühe Erfolge für Scheiber
Sein großes Talent stellte der gebürtige Tiroler schon in Kinder- und Jugendtagen unter Beweis. So wurde er in der Saison 1999/2000 österreichischer Jugendmeister im Slalom, Super-G und in der Abfahrt. Der Grundstein für eine erfolgreiche Karriere war damit gelegt.

Juniorenweltmeister 2003
Und von den Erfolgen auf lokaler und nationaler Ebene war es nun nicht mehr weit bis zu internationalen Titeln. Nach einem respektablen zwölften Platz im Slalom bei Scheibers erster Teilnahme an den Junioren-Weltmeisterschaften 2001 in Verbier (SUI), folgte nur ein Jahr später der Vize-Junioren-Weltmeistertitel in Tarvisio (ITA). Diesmal war er in der Abfahrt erfolgreich. In der Saison 2002/2003 konnte Mario Scheiber sich noch einmal steigern und gleich drei Titel erringen. Neben österreichischem Meister im Super-G wurde er in dieser Disziplin noch Dritter bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Serre Chavalier (FRA). Krönender Abschluss der Saison war der Junioren-Weltmeistertitel im Riesenslalom.

Auf in den Weltcup
Solche Siege machen selbstbewusst und der Schritt zu den Senioren war damit nur eine Frage der Zeit. So wagte sich der Triroler erstmals im März 2003 in den FIS-Weltcupzirkus. Allerdings musste er bei seinem ersten Start beim Riesenslalom in Lillehammer (NOR) seiner Jugend und Unerfahrenheit Tribut zollen - Scheiber schied vorzeitig aus. Doch das sollte selbstverständlich nicht die Regel werden.

Durchbruch in die Weltspitze
In der Saison 2004/2005 folgten auf einen dritten Platz im Super-G in Beaver Creek (USA), ein vierter in der Abfahrt in Chamonix (FRA). Vorläufiger Höhepunkt waren Sprünge auf das Podest beim Weltcup in Garmisch und Kvitfjell. Scheibers eigener Fanclub kaum aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus - sie konnten sich jeweils über einen zweiten Platz und die damit besten Platzierungen ihres Helden freuen. Und nicht nur die Fans erwarteten von Mario Scheiber Großes für die nächsten Jahre.

Erster Weltcup-Sieg lässt weiter auf sich warten
Trotz konstant guter Leistungen und mehreren zweiten und dritten Plätzen ist Scheiber ein Weltcup-Sieg bis heute verwehrt geblieben. 2007 konnte er sich zum ersten Mal unter den Top Ten in der Gesamtwertung platzieren. In den Disziplinen-Weltcups des Super-Gs und der Abfahrt fuhr er mehrfach unter die Top fünf. Bei seinen ersten Olympischen Winterspielen in Vancouver 2010 verpasste er eine Medaille in der Abfahrt nur denkbar knapp.

Rückschläge und Rücktritt
So nah sollte Scheiber nicht mehr an die Weltspitze heranrücken. Verletzungen warfen ihn erneut zurück. In der Comeback-Saison 2011/2012 fiel es dem Österreicher immer schwerer, sich zu überwinden. In Schladming erklärte er zum Saisonfinale daher seinen Rücktritt als aktiver Fahrer.

Steckbrief
Geboren: 6. März 1983 in St. Jakob im Defereggental
Nation: Österreich
Größe: 176 cm
Gewicht: 80 kg
Heimatverein: WSV St. Jakob
Hobbys: Fußball, Tennis, Musik, Golf
Web: www.mario-scheiber.at