Ski2b.com: Wie ist es zu der Verletzung gekommen, die Dich zum Verzicht auf die Rennen in Kranjska Gora zwang?
Michael Walchhofer: Ich bin beim Riesenslalom-Training nach einem Ausrutscher mit dem rechten Ski bei einem Tor hängengeblieben. Dabei habe ich mir das Innenband stark gezerrt.

Ski2b: In wie weit ist die Verletzung möglicherweise auch ein Rückschlag für Dich mit Blick auf den Endspurt im Abfahrts-Weltcup, den Du ja bereits in Kvitfjell unter Dach und Fach bringen könntest?
Michael: In Kvitfjell sollte ich wieder ohne Probleme starten können. So gesehen war dieses Kranjska Gora-Wochenende für mich noch einmal zum Regenerieren, um beim Endspurt fit zu sein.

Ski2b: Auch wenn die Saison noch nicht ganz beendet ist - Wie lautet Dein persönliches Fazit bis hierher?
Michael: Mein persönliches Fazit fällt bislang sehr gut aus.

Ski2b: Was hast Du Deiner Meinung nach im Vergleich zum Vorjahr besonders verbessert?
Michael: Ausschlaggebend war sicherlich der Schuhwechsel zu Atomic. Dazu habe ich meine Technik verbessert. Ebenso bin ich mit mehr Routine an den Start gegangen.

Ski2b: Wen schätzt Du in Zukunft als größten Herausforderer in den schnellen Disziplinen ein?
Michael: Da ist an erster Stelle sicher Bode Miller zu nennen zusammen mit seinem Teamkollegen Daron Rahlves. Stark sind natürlich auch immer die Österreicher. Zusätzlich hoffe ich, dass auch die Schweizer und die Italiener in Zukunft ein Wörtchen mitreden können.

Ski2b: Werden die Skifans im nächsten Jahr mehr von Michael Walchhofer in den technischen Disziplinen sehen?
Michael: Ich werde sicher mehr im Riesenslalom an den Start gehen. Zusätzlich werde ich aber auch wieder mehr Slalom trainieren für die Super-Kombinationen.

Ski2b: Eine Frage zu Deiner Heimat Zauchensee. Warum sollten Touristen dort hinkommen? Welche 'Geheimtipps' kannst Du den Urlaubern dort besonders empfehlen?
Michael: Das Motto heißt 'Vom Bett auf die Piste' - alle Hotels sind direkt an den Pisten. Das Gelände dort bietet abwechslungsreiche Abfahrten wie man sie sonst kaum findet und dazu gibt es die längsten, steil präparierten Pisten. Dazu kommt die Schneesicherheit, denn Zauchensee liegt auf 1.350 Metern. Es ist einfach so, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Ski2b: Danke schön für das Interview und noch viel Erfolg in dieser Saison.
Michael: Ich danke auch.