In Bardonecchia traten vom 23. bis 27 Februar 2005 die Stars von morgen an, um sich den Junioren-Weltmeistertitel zu sichern. Während bei den Damen einige Namen bereits aus dem Weltcup bekannt sind, fuhren bei den Herren noch weitgehend unbekannte Athleten um die Medaillen. Die Sieger werden sicher in den kommenden Jahren zu festen Größen im Weltcup-Zrikus werden. Bereits beim kommenden Weltcup-Finale in Lenzerheide sind die 'Jung-Champions' startberechtigt

Italien jubelt über Fanchini-Schwestern
Die Damenkonkurrenzen wurden vor allem durch die Fanchini-Schwestern betimmt. Bei ihrem Heimspiel trumpfte vor allem Nadia Fanchini auf, die zweimal Gold und einmal Silber gewann. Ihre kleine Schwester brachte es immerhin auf eine Silber- und eine Bronzemedaille. Mit den fünf WM-Plaketten führten die Fanchinis Italien auf die zweite Position im Medaillenspiegel.

Österreich dank Gmeiner stärkste Nation
Der Top-Star bei den Herren war Michael Gmeiner, der nach einem vierten Platz in der Abfahrt noch groß auftrumpfte und Gold in Super-G und Riesenslalom gewann. Insgesamt kam Team Austria auf sieben Medaillen. Auch die Damen steuerten einiges zum guten Abschneiden bei. Im Super-G setzte sich Andrea Fischbacher durch. Kathrin Zettel konnte ihren Slalom Titel aus dem Vorjahr nicht verteidigen und musste sich mit einer Silbermedaille begnügen. Auf das Abschneiden von Gmeiner können wir uns beim Weltcup-Finale in Lenzerheide (SUI) bereits freuen.

Tschechen stark im Slalom
Gute Techniker kommen aus der tschechischen Jugend. Während der Sieg von Sarka Zahrobska nach deren gutem Abschneiden bei der Weltmeisterschaft in Santa Caterina keine Überraschung war, konnte man den deutlichen Sieg von Filip Trejbal bei den Herren wohl kaum vorraussagen.

Speed-Ass aus Slowenien - Kanada vor US-Team
Die Zukunft im Speed-Bereich der Herren könnte Rok Perko aus Slowenien gehören. Er gewann den Abfahrtslauf und belegte im Super-G den zweiten Platz. Drei Medaillen gab es für das kanadische Nachwuchsteam, das damit noch vor dem US-Team lag, das sich vor allem von Resi Stiegler eine Medaille erhofft hatte. Zum Schluss blieb es bei einmal Silber und einmal Bronze für die USA. Besser als bei der WM in Bormio schnitten die Eidgenossen ab - eine Bronzemedaille im Herren-Slalom bewahrte die Schweizer vor einer weiteren 'Nullnummer'. Nicht überzeugt hat dagegen der Nachwuchs aus Frankreich, der kein Edelmetall nach Hause holen konnte.

Deutsche Herren ohne Chance
Der Deutsche Skiverband verfügt derzeit über keine Nachwuchsfahrer mit Anschluss an die Weltspitze. Die Herren fuhren in allen Wetbewerben dem Feld hinterher und enttäuschten vor allem im Slalom, als keiner der Fahrer das Ziel erreichte. Etwas besser sieht die Bilanz bei den Damen aus, die in den technischen Disziplinen drei Top-15 Platzierungen erreichen konnten. An die Erfolge von Maria Riesch aus dem Vorjahr konnte der DSV aber nicht anknüpfen.