Der Italiener Giorgio Rocca hat sich beim Slalom der Herren in Kranjska Gora (SLO) seinen dritten Saisonsieg geholt. Er verwies in der Gesamtzeit von 01:34.95 Minuten den Schweden Andre Myhrer (01:35.16 Min.) und Benjamin Raich (AUT, 01:35.20 Min.) auf die Plätze. Vom DSV war kein Athlet im Finale der besten 30 dabei.

Rocca mit gutem zweiten Lauf
Nach dem ersten Durchgang war Giorgio Rocca noch auf dem dritten Rang gelegen, drehte aber im Finale gerade im unteren Teil mächtig auf und war nicht zu schlagen. Damit feierte er nach Flachau (AUT) und Chamonix (FRA) bereits seinen dritten Slalomsieg der Saison. Kalle Palander (FIN) lag nach dem ersten Lauf noch in Front, konnte aber dann im Finale keinen fehlerfreien Lauf zeigen und fiel auf den zwölften Rang zurück.

Raich sichert sich Slalom-Weltcup
Mit dem dritten Rang konnte sich Benjamin Raich bereits vor dem letzten Slalom der Saison den Slalom-Weltcup sichern. Er hat nunmehr 502 Punkte auf seinem Konto und ist uneinholbar vorne. Manfred Pranger, in Kranjska Gora auf dem 14. Rang, hat mit 396 Zählern keine Chance mehr, Raich einzuholen. Rocca schob sich mit dem Sieg auf den dritten Rang in dieser Wertung.

Starke Schweden
Eine gute Vorstellung lieferten auch wieder die schwedischen Techniker ab. Andre Myhrer schaffte als Zweiter sein bisher bestes Weltcup-Resultat und setzte den Aufwärtstrend fort. Auch Markus Larsson wusste zu überzeugen. Nach dem ersten Durchgang noch auf dem neunten Rang gelegen, fuhr er im Finale bis auf Rang fünf vor.

Schönfelder, Thaler und Janyk mit Sprüngen nach vorne
Rainer Schönfelder (AUT), Patrick Thaler (ITA) und Michael Janyk (CAN) machten im Finale jeweils einen großen Satz nach vorne. Alle drei nutzten im Finale den Vorteil der niedrigen Startnummer, attackierten und wurden mit einem Top Ten-Rang belohnt. Schönfelder verpasste gar als Vierter das Podium am Ende nur knapp.

Miller fällt aus - Raich kommt näher
Für Bode Miller war Kranjska Gora 2005 keine Reise wert. Er schied in beiden Wettbewerben aus und verlor so wichtige Punkte im Gesamt-Weltcup. Nun beträgt der Abstand zwischen Raich und Miller nur noch 31 Punkte. Die nächsten vier Rennen sind allerdings Speedrennen, bei denen Miller stärker einzuschätzen ist.

Kein DSV-Fahrer im Finale dabei
Vom DSV gingen drei Aktive an den Start, keiner von ihnen erreichte allerdings das Finale. Alois Vogl wagte nach seiner Augenverletzung ein Comeback und fuhr bis zur ersten Zwischenzeit ein gutes Rennen. Doch im unteren Teil setzte er sich zu weit nach hinten und wurde ausgehoben. Er schied aus. Felix Neureuther wollte auf jeden Fall ankommen und fuhr zu vorsichtig. Das reichte nur zum 37. Platz nach dem ersten Durchgang. Auch Stefan Kogler verpasste als 50. das Finale.