Ein perfekter Auftakt gelang Nadia und Elena Fanchini bei den FIS Junioren Ski-Weltmeisterschaften im italienischen Bardonecchia: Die Schwestern holten in der Abfahrt der Damen am Mittwoch Gold und Silber.

Gute Aussichten für Italiens Nachwuchsfahrerinnen
Im Ziel hielt vor heimischem Publikum Nadia Fanchini mit 01:28,84 Minuten die Bestzeit knapp vor ihrer Schwester Elena (01:28,95 Min.). Dritte wurde Kathrin Triendl aus Österreich (01:29,61 Min.). Damit machten die jungen Italienerinnen einmal mehr in dieser Saison deutlich, dass ihnen die Zukunft im alpinen Skisport gehört. Italiens Damenmannschaft muss sich um seinen Nachwuchs derzeit wohl keine Sorgen machen.

DSV-Fahrerinnen nicht in der Spitze
Für die deutschen Fahrerinnen gab es ein Jahr nach dem Sieg von Maria Riesch nichts zu gewinnen. Als beste Deutsche fuhr Fanny Chmelar auf Rang 26. Anna Rottmayr wurde 39., Gina Stechert schied aus. Aber auch einige andere Fahrerinnen fanden sich im Klassement weiter hinten wieder, als erwartet werden durfte. Die hoch gehandelten Weltcup-Fahrerinnen Kathrin Zettel (AUT) und Resi Stiegler (USA) landeten bei der Abfahrt nur auf den Plätzen 13 und 15, allerdings habe sie ihre Stärken jeweils in den technischen Disziplinen. Sarka Zahrobska (CZE), Gewinnerin der Bronzemedaille im WM-Slalom von Bormio, hatte auf den Start verzichtet.

Rok Perko ist neuer Abfahrts-Juniorenweltmeister
Die Herrenkonkurrenz in der Abfahrt wurde ebenfalls am Mittwoch ausgetragen. Dabei siegte der Slowene Rok Perko in 01:25,58 Minuten vor den beiden Amerikanern Christopher Beckmann (01:25,78 Min.) und Erik Fisher (01:26,40 Min.). Knapp an den Medaillen vorbei fuhr ÖSV-Mann Michael Gmeiner, der die Bronzezeit um nur zwei Hundertstel verpasste.

Deutsche Herren fahren hinterher
Während die derzeit führenden Skinationen USA und Österreich jeweils drei Fahrer unter die Top-Ten bringen konnten, fehlt den DSV-Junioren derzeit der Anschluss an die Spitze. Bester Deutscher war Tobias Stechert auf Platz 28. Hannes Wagner wurde 40., auf den Plätzen 50 und 51 landeten Andreas Strodl und Jan Florian Ulmer. Florian Bub kam über den 56. Rang nicht hinaus.

Am Donnerstag, den 24. Februar 2005 steht bei den Damen der Super-G auf dem Programm, die Herren fahren den Slalom-Wettbewerb.