Doppelsieg für Österreich beim Super-G in Are (Schweden). Auf der WM-Strecke von 2007 setzte sich Michaela Dorfmeister in 01:07.53 Minuten vor Alexandra Meissnitzer (01:07.98 Min.) und der italienischen WM-Zweiten Lucia Recchia (01:08.05 Min.) durch. Beste DSV-Fahrerin war Hilde Gerg auf Rang acht.

Dorfmeister trotzt schlechter Sicht
Eine überzeigende Vorstellung bot die routinierte ÖSV-Fahrerin Michaela Dorfmeister. Nach der verpatzten WM, bei der sie mehrfach ausschied, spielte sie ihre Gleiterfähigkeiten voll aus und gewann deutlich vor ihrer Landsfrau. Damit konnte Dorfmeister den Vorsprung von Renate Götschl im Super-G-Weltcup auf zwei Zähler verringern und sorgte so dafür, dass es in dieser Disziplin ein spannendes Saisonfinale geben wird.

Meissnitzer mit steigender Formkurve
Auch Alexandra Meissnitzer konnte in Are wieder für ein gutes Resultat sorgen. Sie fand die direkte Linie auf dem weichen Neuschneebelag und wurde für ihr Risiko belohnt. Im Ziel lag sie in einem spannenden Rennen nur eine Winzigkeit vor den nächsten drei Fahrerinnen. Auch für Meissnitzer ist damit zum Saisonfinale im Super-G-Weltcup noch ein Sprung nach vorne möglich.

Recchia bestätigt WM-Silber
Die Italienerinnen fahren derzeit gute Ergebnisse ein. Lucia Recchia, die sensationell Silber bei der WM in Santa Caterina gewann, bestätigte ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze mit dem dritten Platz. Und auch Nadia Fanchini zeigte sich in Top-Form und belegte Rang sechs.

Kostelic holt sich Gesamtweltcup-Führung
Janica Kostelic (CRO), Königin der alpinen Ski-Weltmeisterschaft 2005 mit drei Goldmedaillen, fuhr mit dem vierten Platz an die Spitze der Weltcup-Gesamtwertung. Sie verdrängte Tanja Poutiainen aus Finnland, die in der unbeliebten Speed-Disziplin zwar antrat, aber nur Platz 24 erreichte. Damit bahnt sich um die 'Große Kristallkugel' ein sehr spannendes Finale zwischen Kostelic (929 Punkte), Poutiainen (909) und Anja Pärson (901) an.

Pärson knapp geschlagen
Die schwedische Lokalmatadorin Anja Pärson wusste in ihrem ersten Rennen als amtierende Weltmeisterin zu überzeugen, es fehlte zum Schluss ein bisschen das Glück. Eine Zehntel hinter der Zweitplatzierten reichten 'nur' zu Platz fünf - auch Kostelic war nur eine Hundertstel schneller. Beim folgenden Riesenslalom wird Pärson vor heimischer Kulisse sicher wieder angreifen.

Gerg wählte zu weite Linie
Hilde Gerg wurde beste Deutsche auf Rang acht. Offenbar hatte Gerg den Schnee schneller eingeschätzt und so eine zu weite Linie gewählt, denn ein grober Fahrfehler ließ sich nicht ausmachen. Auf Platz 14 kam Martina Ertl ins Ziel. Sie zeigte eine verhaltene Fahrt, bedingt durch die schlechte Sicht in Are. Einen guten Lauf erwischte Petra Haltmayr, doch leider erst nachdem sie am zweiten Tor sehr viel Zeit liegengelassen hatte. Danach konnte sie sogar noch aufholen auf die zu dieser Zeit führende Fanchini - es reichte aber im Endklassement nur noch zu Platz 21.

Götschl nur Zehnte
Zwei Favoritinnen konnten in Are nicht glänzen. Renate Götschl (AUT) wählte wie Hilde Gerg eine weite Linie und wurde Zehnte. Lindsey Kildow (USA) kam zwar noch auf Rang sieben, verlor aber im Super-G-Klassement deutlich an Boden auf die beiden Siegerinnen. Erneut enttäuschend war das Abschneiden der Schweizerinnen. Nadia Styger belegte als beste Eidgenössin Platz 18.

Stimmen zum Rennen

Hilde Gerg: "Wenn man hier zuviel Weg fährt auf dem langsamen Schnee, dann hat man ein Problem. Ich bin zuviel gefahren, die Bedingungen waren vorher schlecht einzuschätzen."