Der Pitztaler Benjamin Raich avancierte durch seinen Sieg im WM-Slalom in Bormio endgültig zum Superstar der WM. Er siegte in der Gesamtzeit von 01:41.34 Minuten vor seinem Teamkollegen Rainer Schönfelder (01:41.58 Min.) und dem Italiener Giorgio Rocca (01:42.08 Min.). Bester Deutscher war Felix Neureuther auf dem 19. Platz.

Zweites Gold für Raich
Benjamin Raich war schon nach dem ersten Durchgang auf dem ersten Platz gelegen und behauptete diesen Rang auch im Finale. Durch seine souveräne Fahrt kam sein zweites Gold bei dieser WM nie in Gefahr und so holte sich Raich auch nebenbei noch sein viertes Edelmetall der Titelkämpfe. Damit ist er der erfolgreichste Athlet bei den Herren und stellt sogar Bode Miller in den Schatten. Der US-Amerikaner schied im Slalom im zweiten Durchgang aus.

Schönfelder mit Traumlauf im Finale
Rainer Schönfelder lag nach dem ersten Durchgang noch auf dem vierten Rang, doch mit einem klasse Lauf sicherte er sich noch die Silbermedaille hinter Raich. Im Finale hatte er die zweitbeste Laufzeit. Sein Teamkollege Manfred Pranger lag nach dem ersten Lauf noch auf Rang zwei, schied dann aber wie Miller ebenfalls aus.

Bronze für Italien
Der Liebling der italienischen Massen Giorgio Rocca konnte zwar nicht die ersehnte Goldmedaille gewinnen, holte sich aber dennoch Edelmetall. Er hatte in beiden Läufen kleinere Fehler und konnte so nicht ganz nach vorne fahren. Dennoch ist auch die Bronzemedaille ein schöner Erfolg für Rocca.

Starke Schweden
Das Finale im Slalom erinnerte für die Schweden fast an alte Ingemar Stenmark-Zeiten. Zwei von ihnen fuhren in die absolute Spitze vor und waren am Ende auf den Plätzen vier und fünf zu finden. Markus Larsson und Andre Myhrer sorgten für freudige Gesichter im schwedischen Team.

Biggs mit großem Sprung
Der Kanadier Patrick Biggs zeigte beim WM-Slalom, warum er einer der Aufsteiger der Saison ist. Mit Laufbestzeit im Finale machte er einen großen Satz vom 23. Rang in die Top Ten. Auch dem Franzosen Stephane Tissot gelang ein großer Sprung nach vorne. Er fuhr vom 21. Rang noch auf den 10. Platz vor.

Felix Neureuther riskiert alles
Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Alois Vogl ruhten die deutschen Hoffnungen auf Felix Neureuther. Er fuhr im ersten Durchgang verhalten und kam auf den 16. Rang. Im Finale riskierte er alles und musste nach einem Fehler zurücksteigen. So kam er im Gesamtklassement auf den 19. Rang. Andreas Ertl war der zweite deutsche Starter und kam auf den 36. Platz nach dem ersten Durchgang. Im Finale ging er dann nicht mehr an den Start.