ÖSV-Star Hermann Maier hat seine letzte Chance auf WM-Edelmetall in einer Einzeldisziplin genutzt. Er siegte beim Riesenslalom der Herren in der Zeit von 02:50.41 Minuten vor seinem Landsmann Benjamin Raich (02:50.66 Min.) und dem Amerikaner Daron Rahlves (02:51.09 Min.). Die deutschen Starter Andreas Ertl und Felix Neureuther schieden bereits im ersten Durchgang aus.

Herminator nicht zu schlagen
Hermann Maier hat seine letzte Chance auf WM-Edelmetall genutzt. Bereits im ersten Lauf fuhr er stark und deutlich aggressiver als zuletzt im Super-G. Im Finale merkte man Maier seinen Siegeswillen an. Er riskierte viel und konnte so zurecht im Ziel jubeln. Mit der Goldmedaille im Rücken erwarten wir einen starken Hermann Maier beim Teamwettbewerb am Sonntag.

Nervenstarker Raich 'punktet' im Finallauf
Der 'Blitz aus Pitz' hat erneut zugeschlagen. Nach Bronze im Super-G und Gold in der Kombination gewann Raich nun Silber im Riesenslalom. Vor allem im Finale war der ÖSV-Star nicht zu schlagen. Er setzte die Laufbestzeit und verbesserte sich damit von Platz sieben auf die Silberposition. Und für Raich ist noch mehr möglich: Er gilt auch im Slalom als Medaillenaspirant. Vielleicht kann er sich dann wieder direkt mit Bode Miller messen.

Rahlves kann Führung nicht halten
Daron Rahlves konnte den Ausfall seines Freundes Bode Miller für das US-Ski Team zumindest zum Teil kompensieren. Mit Startnummer 16 legte er zunächst einen sensationellen ersten Lauf hin, bei dem er im Schlussteil dem bislang Führenden Maier sechs Zehntel abnahm. Im Finallauf wirkte der US-Boy gehemmter und fiel letztlich deutlich hinter die führenden Österreicher zurück. Damit haben die ÖSV-Stars dieses Rennen im Duell mit den Amerikanern für sich entscheiden können. Für Rahlves, der denoch überzeugte, ist es bereits die zweite Medaille bei diesen Weltmeisterschaften.

Roy verspielt gute Ausgangsposition
Den Kanadier Jean-Philippe Roy hatten wohl die wenigsten als Medaillenanwärter auf der Rechnung. Doch Roy fuhr im ersten Lauf trotz der hohen Startnummer 22 vor bis auf Platz drei. Leider versagten ihm im Finale aber die Nerven - ein Sturz brachte Roy um die Früchte seiner Arbeit. Keine Medaillen gab es wieder einmal für die Eidgenossen. Bruno Kernen fuhr als bester Schweizer auf Rang zehn.

WM-Lauf nach Streik mit einem Tag Verspätung
Eigentlich sollte der Riesenslalom der Herren bereits gestern ausgetragen werden. Dann streikten jedoch die Techniker des italienischen Fernsehsenders RAI und verhinderten die TV-Berichterstattung über das Rennen. Der Internationale Skiverband FIS verschob daraufhin das Rennen um einen Tag. Der heutige Donnerstag war eigentlich als Ruhetag vorgesehen.

DSV-Athleten ohne Fortune
Wenig Grund zur Freude hatten die deutschen Teilnehmer Andreas Ertl und Felix Neureuther. Ertl ging mit Startnummer 38 ins Rennen, kam aber mit zuviel Schwung aus dem San Pietro Sprung und verpasste das folgende Tor. Auch Felix Neureuther hatte Pech und kam nicht ins Ziel. Sein Rennen wird aber beim Spezialslalom erst noch kommen.

Titelverteidiger Miller geht leer aus
Bode Miller aus den USA hatte am Morgen des Rennens noch auf die Besichtigung der Strecke verzichtet. Ihm reichte sein Eindruck vom Vortag. Vom Start weg griff der Top-Star der bisherigen WM an und fuhr gewohnt aggressiv. Dann die Überraschung: Miller kommt in Rücklage und kann das bei seinem hohen Tempo nicht mehr kompensieren. Damit bleibt der US-Boy sich treu: er siegt - oder fällt aus.

Die Stelvio fordert ihren Tribut
Das Starterfeld beim Riesenslalom der Herren sprengte alle Dimensionen. 154 Fahrer hatten gemeldet, darunter 'Exoten' aus dem Libanon, Brasilien oder dem Senegal. Wegen der hohen Teilnehmerzahl musste der zweite Durchgang um 30 Minuten nach hinten verschoben werden. Vor allem im ersten Lauf erfolgte dann der 'Massenausfall' der Teilnehmer. Prominenteste Opfer der Stelvio wurden Lasse Kjus und Bode Miller. Letztlich konnten nur 80 Fahrer zweimal sicher die schwere und fordernde Piste bewältigen.

WM-Lauf nach Streik mit einem Tag Verspätung
Eigentlich sollte der Riesenslalom der Herren bereits am Mittwoch ausgetragen werden. Dann streikten jedoch die Techniker des italienischen Fernsehsenders RAI und verhinderten die TV-Berichterstattung über das Rennen. Der Internationale Skiverband FIS verschob daraufhin das Rennen um einen Tag. Der Donnerstag war eigentlich als Ruhetag vorgesehen.

Stimmen:
Felix Neureuther: "Ich wollte alles riskieren, weil heute was nach vorne gegangen wäre. Das ich ausgeschieden bin, ist zwar saudoof, aber nicht zu ändern. Es war ein gutes Training für den Slalom. Da bin ich sehr zuversichtlich."

Hermann Maier: "Unglaublich, was da heute passiert ist! Dieser WM-Titel ist mir am meisten wert, weil ich ihn so hart erkämpft habe. Meine mentale Stärke überrascht mich selbst."