Die Pannen bei der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Bormio (ITA) gehen weiter. Am Mittwoch musste der Riesenslalom der Herren abgesagt werden. Da die Mitarbeiter des italienischen TV-Senders RAI streikten, war keine WM-würdige Übertragung möglich.

TV-Sender versuchten das Rennen zu retten
Noch bis kurz vor dem Rennen hatten die Fernsehanstalten ZDF, ORF und SRG alles versucht, mit einem Notplan das Rennen doch noch durchzuführen. Doch mit nur drei Kameras war keine Übertragung möglich. Nun soll das Rennen am Donnerstag, eigentlich als Ruhetag eingeplant, stattfinden. Zum Zeitpunkt der Absage waren die Skirennläufer bereits zum Einfahren auf der Piste.

RAI garantiert Übertragung der restlichen Rennen
Wenige Stunden nach der Absage meldete sich der RAI-Generaldirektor zu Wort. Er garantierte die reibungslose Übertragung der weiteren Rennen. Dennoch haben die drei oben erwähnten Anstalten einen eigenen Plan, um das Rennen am Donnerstag notfalls selbst in die Hand nehmen zu können und eine Übertragung zu gewährleisten.

Stimmen zur Absage:

Hermann Maier: "Das ist neu für mich, aber in Italien kann alles passieren. Schade aber für die Fans, die hier hergekommen sind."

FIS-Präsident Kasper: "Der Streik ist illegal, da er nicht, wie in Italien vorgeschrieben, 24 Stunden vorher angekündigt worden ist."

FIS-Renndirektor Günther Hujara: "Wir sind eine Fernsehsportart. Das bedeutet, wenn die Übertragung eines WM-Rennens nicht gewährleistet ist, dann findet es nicht statt. So einfach ist das."

Benjamin Raich: "Das ist ein Wahnsinn. Das passt zur WM, denn einiges ist hier nicht gut organisiert."