Lamine Guye, der engagierte WM-Teilnehmer aus dem Senegal hat für seinen Verband Beschwerde beim Internationalen Skiverband (FIS) eingelegt. Zusammen mit anderen kleinen Skinationen beschwerte sich das Team über eine Ungleichbehandlung und Diskriminierung im Vergleich zu den Goliaths des Wintersports.

Kritik an der FIS
Im Gegensatz zu Österreich, Schweiz und den USA befinden sich die Quartiere der kleineren Teams bis zu 70 Kilometer von den WM-Pisten in Bormio und Santa Caterina entfernt.
Außerdem sei die Qualität der Unterbringung schlecht und nicht angemessen, so die Beschwerde.
In einem offenen Brief an FIS-Präsident Gianfranco Kasper schrieb Lamine Guye: "nach Rücksprache mit anderen kleinen Skiländern kann ich bestätigen, dass wir uns stark diskriminiert fühlen". Ein offizieller Protest werde folgen, so Guye weiter.

Beengte Verhältnisse
Die weniger erfolgreichen Nationen müssten sich mit Unterkünften begnügen, die niemals "an die Teilnehmer aus Österreich, der Schweiz oder Italien vergeben würden". So haben Guye und sein Team zwar inzwischen ein alternatives Hotel in Bormio gefunden, können dort aufgrund der beengten Verhältnisse nur im Sitzen Duschen.
Neben den Senegal sind in Bormio auch andere exotische Skiländer wie Brasilien, Marokko oder Mexiko vertreten.

Berechtigte Beschwerde?
"Das ist das erste Mal, dass ich Einwände höre. Zum Start der WM hat sich Präsident Kasper mit den Teamchefs getroffen, da waren alle zufrieden", erklärte dazu FIS-Marketing-Direktor Christian Knauth. "Wir kümmern uns um alle Teilnehmerländer. Speziell für die kleinen Nationen ist schließlich ein eigenes Trainingsprogramm eingerichtet worden."
Ob die Athleten dort auch auf ergonomische Duschhaltungen im Sitzen vorbereitet wurden, bleibt jedoch unklar.