Grischa Weber schafft beim Einzel-Weltcup in Inawashiro (JAP) den Sprung ins Finale der besten 16 Herren. Auf einer extrem steilen und sehr selektiven Piste sichert er sich mit einem engagierten Finallauf den 9. Rang und erreicht damit das beste Weltcupergebnis seiner bisherigen Karriere.

Steilste Strecke im Weltcup
In Inawashiro fanden an diesem Wochenende ein Einzel- und ein Parallelbuckelpisten-Weltcup auf einer extrem steilen, schwierig zu fahrenden Piste statt. Mit einem Gefälle von 37 Grad im Startabschnitt und einer Durchschnittsneigung von 30 Grad ist die 200 Meter lange Buckelpiste in Inawashiro die steilste Wettkampfstrecke der Buckelpisten-Weltcuptour. Inawashiro hatte sich mit seinen beiden Skigebieten Listel Ski Fantasia und Snow Paradise Inawashiro erfolgreich als Austragungsort um die FIS Freestyle Weltmeisterschaften 2009 mit den Disziplinen Einzel- und Parallelbuckelpiste, Aerials, Ski Cross und Half Pipe beworben. Daher war das routinierte Organisationsteam sehr motiviert und hatte bereits am ersten Trainingstag die Strecke hervorragend präpariert, so dass die 28 Damen und 43 Herren aus 17 Nationen drei Tage Zeit hatten, sich auf die gewöhnungsbedürftigen Verhältnisse einzustellen. Die an beiden Wettkampftagen zahlreich angereisten Zuschauer bekamen spannende Läufe und spektakuläre Stürze auf einer extrem herausfordernden Piste zu sehen.

Flüssiger Lauf mit schönen Sprüngen von Weber
Dem Sportsoldat Grischa Weber gelang am Samstag ein flüssiger Vorlauf mit zwei schönen Sprüngen. Der Starter des SC Tiefenbach hatte sich gleich auf der schwierigen Piste wohl gefühlt und konnte seine guten Trainingsleistungen im ersten Wettkampf voll bestätigen. Ein schöner Helikopter oben und ein weiter Dreifachtwist unten rundeten den positiven Gesamteindruck ab, so dass sich Grischa mit 21,58 Punkten und dem 15. Rang einen Platz im Finale der besten 16 Herren erfahren konnte. Im Endlauf ging der Oberstdorfer mit einer schnellen Fahrt an seine Leistungsgrenze und brachte den Lauf mit einem Helikopter oben und einem hohen, sauberen Vierfachtwist unten fast fehlerfrei ins Ziel. Die Kampfrichter belohnten seine Leistung mit 21,89 Punkten und dem verdienten 9. Platz. Am Tag darauf lief es für den Sportsoldat leider nicht so gut. Nach einem flüssigen oberen Abschnitt rutschte er in der Anfahrt auf die erste Schanze weg und konnte seinen Helikopter nicht exakt springen. In der Landung musste er daher mit einem langen Bremsschwung korrigieren. An der unteren Schanze versuchte er so wie gestern, mit einem weit ausgedrehten Vierfachtwist zu punkten. Grischa konnte die Wucht der Landung nicht schnell genug abfangen, um danach wieder sauber in den Rhythmus der Buckel zu kommen. Er landete mit 16,17 Punkten auf dem 28. Platz.

Solide Fahrten von Blöchl
Gerhard Blöchl vom ESV Mitterskirchen zeigte an beiden Wettkampftagen solide Fahrten. Nach einem kapitalem Sturz im Freitagstraining ging er den Wettkampflauf am Samstag etwas verhaltener an und punktete mit einem Dreifachtwist oben und einem Backflip Cross an der unteren Schanze. Seine Zeit lag noch im guten Bereich, so dass er sich erstmals in dieser Saison mit 20,80 Punkten und dem 20. Rang über eine Platzierung freuen konnte, die mit Weltcuppunkten belohnt wird. Heute versuchte er nach dem Dreifachtwist oben mit etwas mehr Tempo im Mittelstück und einem besser ausgeführten Backflip Cross an der unteren Schanze den Sprung ins Finale zu schaffen. Leider zogen ihm zwei der fünf Technik-Kampfrichter für seine etwas unruhige Fahrweise im Mittelstück wichtige Punkte ab. Er belegte so wie an beiden Tagen den guten 20. Rang mit 20,58 Punkten.

Keine fehlerfreien Leistungen von Stark
Christoph Stark, der Sportsoldat von der Sportfördergruppe Mittenwald, konnte seine zwei Wettkampffahrten nicht fehlerfrei ins Ziel bringen. Am Samstag fand er im Mittelteil nach der Landung des Dreifachtwists an der oberen Schanze nicht gleich wieder flüssig in den Rhythmus. Der Backflip Cross unten klappte dann wieder in gewohnt guter Manier mit exzellenter Ausführung und viel Höhe. Seine Leistung wurde von den 7 Kampfrichtern mit 20,32 Punkten und dem 25. Rang bewertet. Am Sonntag wollte er versuchen mit einer Doppeltwistgrätsche, die er sehr sicher landen kann, die steile Weiterfahrt nach der oberen Schanze zu meistern. Er musste aber trotzdem mit einem großen Bremsschwung sein Tempo kontrollieren, um einen Sturz zu vermeiden. Der Starter des SC Tiefenbach setzte seine Fahrt mit einem Backflip Cross bis ins Ziel fort, war aber heute nach dem großen Fehler im Mittelteil mit 14,33 Punkten nur auf dem 31. Rang zu finden.