Es sind nicht immer die Youngster, die in der Gunst des Publikums ganz oben stehen - in diesem Jahr gehört auch Hubertus von Hohenlohe zu den Lieblingen der Fans. Der Routinier, der für Mexiko an den Start geht, feierte am Mittwoch seinen 46. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!
Trotz seinem für Alpinsport-Verhältnisse biblischen Alter ist Hubertus in Bormio für alle Wettbewerbe gemeldet und wird - sofern alles nach Plan läuft - auch alle Rennen bestreiten.

Ski und Adel
Das "von" zwischen Vor- und Nachnamen kommt beim Ski-Routinier nicht von ungefähr: er stammt aus einer deutschen Adelfamilie mit langer Tradition. Zu seinen Vorfahren zählt so zum Beispiel Josef der Erste, deutscher Kaiser im 17. Jahrhundert.
Auf eine ähnlich lange Tradition kann der Skisport in Mexiko nicht zurückblicken, da der nationale Skiverband erst 1981 gegründet wurde - und zwar von Hubertus von Hohenlohe. Im selben Jahr gab der adelige Fahrer dann auch gleich sein Debut im Weltcup und bestritt mit dem neuen Verband auch gleich darauf die Olympischen Spiele 1984 in Sarajewo.
Dass die Abfahrtszeiten inzwischen etwas schwächer geworden sind, damit kann der Ski-Fanatiker leben. Er fährt aus Liebe zu seinem Sport - und das kommt an bei den Fans.

Nur einer hat noch mehr Erfahrung
Trotz seinen 46 Lenzen ist Hubertus allerdings nicht der älteste Teilnehmer der diesjährigen WM: Alfredo Rego aus Guatemala stellt mit 59 Jahren den Rekord für den ältesten Fahrer.