An dieser Ski-WM hat Max Schautzer sicher seine ganz besondere Freude: Schließlich kann man aus der Pannenserie, die das Großereignis begleitet, eigentlich eine eigene Sondersendung zusammenstellen.

Keine Siegermusik für Miller
Zunächst wurden die Veranstalter vom Wetter im Stich gelassen: es wollte partout kein Neuschne fallen, um die frischen Bauschutthalden zu bedecken. So konnte einfach keine angemessene Stimmung aufkommen. Das dachten sich auch die Fans und blieben erst einmal von der Rennstrecke weg. Spekulationen, dieses könne auch mit den Eintrittspreisen von 130 Euro etwas zu tun haben, sind sicher gegenstandslos. Der Stimmung abträglich war dann leider auch der Ausfall des Stroms bei der Siegerehrung. Bode Miller musste auf seine Siegeshymne verzichten, statt dessen intonierte die anwesende Band 'Kaunertaler' ein angemessenes Lied.

Improvisation ist alles!
Wie man sieht bekommen die italienischen Gastgeber das Chaos durch fortgeschrittenen Fähigkeiten in der Kunst der Improvisation wieder in den Griff. Sicher waren schnell Kerzen zur Hand, als vor der Siegerehrung für eine Stunde das Licht ausfiel. Und auch FIS-Präsident Gianfranco Kasper konzentriert sich auf die positiven Seiten des WM-Lebens: Er befand, dass Fehlen von Zuschauermassen sei gar nicht so schlimm - in Anbetracht der Verkehrsproblematik vor Ort.

Etwas Verständnis, bitte...
Unter den hiesigen Umständen erscheint eines allerdings als kleinlich: da klagt doch ausgerechnet der italienische Ski-Verband gegen die Wertung des Slaloms in Schladming - und das wegen eines simplen Zeitmessproblems bei den österreichischen Gastgebern. Da hätte man doch mit mehr Verständnis rechnen können...